Die Wasserwacht rettet künftig mit »Anton«
Segnung und Bootstaufe am Donauufer - Neues Rettungsboot nach dem verstorbenen Anton Amann benannt

Metten (cho). Als gutes Omen wertete Bernd Sibler in seiner Funktion als BRK-Kreisvorsitzender den leichten Nieselregen beim Festakt anlässlich der Segnung und Taufe des neuen Rettungsbootes der Mettener Wasserwacht: »Wenn ein Boot zur Taufe von der Seite, von unten und von oben nass wird, dann kann ansonsten nicht mehr viel schief gehen.« Schon aus Erfahrung vorgewarnt (»Bei uns regnet's immer, wenn etwas eingeweiht wird«), hatten die Wasserwachtler rechtzeitig ein gemütliches Zelt mit Büfett und Getränkeausgabe für die vielen hochkarätigen Ehrengäste am Donauufer aufgestellt.

In einem Rückblick schilderte der 1. Vorsitzende Martin Plötz, warum die Ortsgruppe vor über zwei Jahren den Kauf eines Bugklappenboots als Ersatz für das alte Spportboot beantragt hatte, und welche Anstrengungen mit den intensiven Bemühungen um die Finanzierung und die Einflussnahme auf Detailfragen bei der Zusatzausstattung verbunden waren. »Bei dem alten Boot mussten wir aufgrund der Bauart immer wieder feststellen, dass das Retten einer Person genauso schwierig war, wie das Aus- und Einsteigen von Tauchern oder das Anfahren im flachen Wasser«, erinnerte sch Plötz und betonte: »Deshalb ist es eine Ehre und Freude, nun ein speziell für unsere Bedürfnisse konstruiertes Rettungsboot in den Dienst zu nehmen.«

Schnell einig geworden sei man sich auch bei der Namensgebung, sagte der Vorsitzende. Da wohl kaum ein anderes Mitglied der Ortsgruppe so sehr mit der Donau verbunden gewesen sei, wie der im letzten Jahr verstorbene Naturschutzwart und engagierte Jugendbetreuer Anton Amann, wurde das Boot von dessen Ehefrau Therese Amann und Katharina Plötz im Beisein von Landrat Christian Bernreiter, MdL Bern Sibler und Bürgermeister Radlmaier unter den Augen der vielen Ehrengäste auf den Namen »Anton« getauft. Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrer Pater Eberhard Lorenz dem Rettungsboot, »das allzeit bereit steht für Menschen, die in Not geraten«.

Zurück im Zelt, erhob die Festgesellschaft feierlich die Sektgläser auf »Anton« und stieß gemeinsam auf »allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel" an.

Richtigerweise müsse es allerdings "eine Handbreit Wasser unter dem Sporn" heißen, stellte Helmut Köhler vom Landesverband klar. Der Fachmann sparte nicht mit Lob für die Atmosphäre in der »kleinen, aber feinen Ortsgruppe«:»In so einer Harmonie versetzt man Berge.«

Dem schloss sich Landrat Christian Bernreiter an. Als ehemaliger Aktiver mit Bootsführerschein bei der Wasserwacht Hengersberg erinnere er sich noch gut an seine »weichen Knie«, so Bernreiter, als es im Hochwasserjahr 2002 hieß, ein Rettungsboot sei beim Absuchen der Deiche nach Biberschäden gekentert. Nicht zuletzt deshalb bezeichnete er die Anschaffung eines Flächenradars, an dem sich der Landkreis mit einem bescheidenen Beitrag beteiligt habe, als äußerst wichtig.

Da der Tod durch Ertrinken bedauerlicherweise noch immer eine häufige Todesursache sei, unterstrich Bürgermeister Erhard Radlmaier die Notwendigekeit der Bereitstellung von gutem Gerät zur Hilfestellung und dankte dem geschulten Personal der Ortsgruppe besonders für die vorbeugende Tätigkeiten mit vielen Schwimm- und Rettungskursen.

Von allen neun Ortsgruppen des Deggendorfer Kreisverbands der Wasserwacht, die für den besonders gefährlichen 48 Kilometer langen Streckenabschnitt der Donau von Irlbach bis Hofkirchen zuständig seien, seien die sehr gut ausgebildeten Mettener bei allen Einsätzen immer als Erste mit zur Stelle gewesen, so Kreisvorsitzender Reinhard Leuschner. Deshalb habe man den Wunsch der Ortsgruppe nach einem zweckmäßigen und robusten Arbeitsboot sofort wohlwollend unterstützt. Mit der Bitte, die bestens ausgerüstete Mannschaft in Zukunft im Alarmfall besser einzubinden, wandte sich Leuschner an die anwesenden Vertreter der Polizei, HK Helmut Wittmann, sowie der Wasserschutzpolizei, HK Ludwig Prem und Horst Bublitz.

Die Verleihung der silbernen Ehrennadel des BRK an Werner Paukner und Rudolf Ertl für 25-jährige Treue und Mitarbeit bei der Wasserwacht sowie die Vorführung von Standardrettungssituationen mit dem nagelneuen Rettungsboot verfolgten als Ehrengäste außerdem Nikolaus Walther, Bürgermeister von Offenberg, Siegfried Böhringer vom Bezirksverband der Wasserwacht, Simon Geim, Kreisgeschäftsführer des BRK, der Deggendorfer Stadtbrandinspektor Alois Schraufstetter, der österreichische Hersteller Josef Wöss und etliche Mettener Marktgemeinderäte.

Dank für die Finanzierung des Boots ging an den Markt Metten, die Gemeinde Offenberg, den Landkreis Deggendorf, den BRK-Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, die Firmen Interpane und HB Feinmechanik, die Sparkasse, den Förderverein der WW Metten und an die vielen Spender kleinerer Beträge.
 
Die Wasserwacht Metten freut sich über zwei neue Rettungstaucher

Einmal im Jahr führt der Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz eine Prüfung für Rettungstaucher durch. Ungefähr eineinhalb Jahre dauert die Ausbildung, bevor diese mit einer zweitätigen Prüfung endet. Zuvor müssen jedoch etliche Voraussetzungen erfüllt werden. Einen gesundheitlichen Eignungstest durch einen Tauchmediziner, das Rettungsschwimmabzeichen, eine Sanitätsgrundausbildung sowie einen abgeschlossenen Lehrgang zum Wasserretter müssen die Tauchanwärter vorweisen, bevor es ans Tauchen geht.

Unsere neuen Rettungstaucher.

Nachdem die Prüflinge ihr theoretisches Wissen unter Beweis stellen mussten, fand der praktische Teil am Steinberger See in der Oberpfalz statt. Hierzu waren ca. 30 Wasserwachtler aus zwei Regierungsbezirken angereist. Die zukünftigen Rettungstaucher mussten Gegenstände bergen, einen verunglückten Taucher aus ca. 20 Metern Tiefe retten, Unterwasserarbeiten durchführen und noch viele weitere Übungen unter den strengen Augen der Prüfer absolvieren, bevor das Zertifikat »Rettungstaucher« ausgehändigt wurde. Endlich konnten die Mettener Wasserwachtler ihren Kameraden Stefan Staudinger und Michael Schwarzmüller zur bestandenen Prüfung gratulieren.
 
Neues Einsatzboot für die Mettener Wasserwacht
Jungfernfahrt auf der Donau - Boot mit 225 PS nach eigenen Vorstellungen in Österreich gebaut

Metten (cho). »Aussehen tut's schon mal sehr gut«: Mächtig stolz begutachteten die Bootsführer der Mettener Wasserwacht am Samstagmorgen ihr gerade eben aus Österreich am Donauufer eingetroffenes nagelneues Rettungsboot.

Der 225 PS starke Außenbordmotor und die fünf Millimeter dicken Aluminiumwände des 6,70 Meter langen Bugklappenboots blitzten im strahlenden Sonnenschein. Eine ganz besondere technische Raffinesse ist der klappbare Steuerstand. Nach dem Lösen von zwei Schrauben oben und vier unten kann der geräumige Steuerstand leicht nach vorn umgeklappt werden, damit das Rettungsboot in der Bootsgarage im Freibadgebäude genügend Platz findet.

»Das Spezialdach besteht aus zwei Millimeter dünnem Alu-Waben-Blech«, erklärte Hersteller Josef Wöss. »Dadurch ist es äußerst stabil, begehbar und gleichzeitig sehr leicht.« Ein weiteres Modell dieser Art laufe in Wien. »Dieses Bootsmodell ist nicht von der Stange«, betonte der Österreicher. Seit 2002 baut die Firma Wöss-Marine-Technik in Zwentendorf an der Donau Boote nach Kundenwunsch. Im Rahmen der Bauphase für das Mettener Boot ab Anfang März fand auch eine Detailbesprechung mit den Bootsführern der Wasserwacht statt. Außerdem reisten Vorsitzender Martin Plötz und Hans Staudinger einige Male ins Nachbarland, um Sonderwünsche zu artikulieren und die Baufortschritte durchzusprechen.

Der Löwenanteil der Gesamtkosten von rund 84 000 Euro wird über das bayerische Rettungsdienstgesetz finanziert. Einen Solidarbeitrag in Höhe von 30 000 Euro, unter anderem für die gewünschte Sonderausstattung, musste die Mettener Ortsgruppe über den eigenen Förderverein, Firmenspenden und Veranstaltungen finanzieren. 3 000 Euro sind noch offen. »Diese Summe werden wir auch noch irgendwie aufbringen", sagte Vorsitzender Plötz. Er zeigte sich begeistert von dem geräumigen neuen Boot mit der breiten Bugklappe, über die Verletzte künftig viel besser geborgen werden können.

Auch Helmut Köhler, der technische Leiter des Landesverbands der Wasserwacht, hat den Hersteller während der Bauphase zweimal besucht. Diese konsequente Kontrolle mache sich bei der Qualität ganz erheblich bemerkbar, so Köhler. Schließlich solle das Boot mindestens 20 Jahre halten. Für die laut Bayerischer Schifffahrtsordnung vorgeschriebene technische Untersuchung und die Abnahme im Wasser ist Heinz Rauter vom Münchener TÜV zuständig. Rauter passt zum Beispiel auf, ob bei Testfahrten im Zick-Zack-Kurs oder beim Stoppen die Heckwelle das Boot nicht überrollt. »Die Insassen wollen ja trocken bleiben.«

Bevor das blitzende Gefährt zur Jungfernfahrt das erste Mal zu Wasser gelassen wurde, stieg Rudi Ertl voran in den Fluss und dirigierte den Bootsanhänger in die gewünschte Richtung. »Das liegt sauber«, beobachteten die Wasserwachtler anschließend gebannt vom Donauufer aus die Testfahrten ihres tollen Flitzers, der es auf eine Geschwindigkeit von 65 km/h bringt. Allerdings kam es den Einsatzkräften der Wasserwacht bei der Auswahl der Schraubengröße und deren Stellung in erster Linie auf die optimale Umsetzung der Motorenkraft an, die Schnelligkeit war eher zweitrangig. Saisonbedingt wird das neue Rettungsboot ab jetzt jedes Jahr von April bis Oktober am Anleger stationiert sein.

Deggendorfer Zeitung, 12. September 2006
 
Wassergaudi in der Donau und im Sautrog
127 Teilnehmer beim 26. Donauschwimmen der Wasserwacht Metten - Heiße Schlachten anschließend im Freibad

Metten (cho). Wochenend und Sonnenschein - ratschen, die Natur genießen, vielleicht ein Bierchen dazu trinken - mehr braucht man nicht zum glücklich sein. Die Rede ist nicht von einem Biergartenbesuch: Mitten in der Bundeswasserstraße gaben sich bei 25 Grad Wassertemperatur 127 Donauschwimmer diesem amüsanten Zeitvertreib hin.

4,9 Flusskilometer beträgt die Strecke von der Einstiegsstelle an der Sommersdorfer Brücke hinter Kleinschwarzach bis zur Mettener Wasserwachtstation. Von den zwei Busladungen Teilnehmern, die Reinhold Schwarzmüller donauaufwärts transportiert hatte, stiegen die ersten Schwimmer schon nach knapp 40 Minuten am ehemaligen Mettener Fähranleger wieder aus dem Strom.

Peter Trenner und Dr. Fritz Schulz waren schon am frühen Morgen »zum Warmwerden« einmal von Mariaposching nach Metten geschwommen. Seit etwa vier Jahren steigen die beiden durchtrainierten Männer jeden Sommer bis zu viermal pro Woche in die Donau und kraulen mit der Strömung flussabwärts, um sich fit zu halten. Der Liter Donauwasser, den sie bei jedem Schwimmtrainig unwillkürlich schlucken, habe ihnen körperlich ganz und gar nicht geschadet, versicherte Dr. Schulz aus Neuhausen.

»Man kann den Fluss nach außen hin ganz anders vertreten, wenn man die Dynamik des Wassers am eigenen Körper spürt«, betonte Bezirksrätin Renate Franzel beim Ausstieg und äußerte ungläubig: »Bin ich etwa die erste Frau im Ziel?« Um Schnelligkeit geht es beim Donauschwimmen aber nicht wirklich, auch wenn zwischen den Ortsgruppen der Wasserwacht Waltendorf und Metten insgeheim Zeitschwimmen ausgetragen werden, wie man munkelte. »Das Schifffahrtsamt verbietet offizielle Wettschwimmen in der Donau«, sagte Ortsgruppenleiter Martin Plötz. Aus diesem Grund druckte Alois Mühlbauer Urkunden für alle Teilnehmer, nachdem Daniela Mühlgasser die Anmeldungsdaten am Laptop aufbereitet hatte.

Die vierjährige Anna Schindlmeier als jüngste Teilnehmerin und Hans Feichtinger aus Deggendorf, der älteste Schwimmmer, erhielten Pokale für ihre mutige Leistung. Den Wanderpokal für die größte teilnehmende Gruppe nahmen die Waltendorfer Wasserwachtler entgegen und verwiesen damit den die letzten vier Jahre siegreichen Tauchsportclub Egginger erstmals auf Patz drei. Ausgerüstet mit bunten Schwimmreifen und Gummitieren erreichten die Donauschwimmer des jungen Fördervereins Freibad Metten bei ihrer ersten Teilnahme sogleich den zweiten Rang aller teilnehmenden Gruppen. Für die weiteste Anreise wurden die Wasserwachtler aus dem 220 Kilometer entfernten Friedenfels prämiert.

»Das Mettener Donauschwimmen ist eines der ganz wenigen Flussschwimmen, die überhaupt noch realisiert werden«, lobte Reinhard Leuschner, der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, die Organisationsarbeit. Bei dem Anblick der vielen fröhlichen Gesichter im Wasser fühlte sich Hermann Hochgräber bestätigt für den Einsatz im Vorfeld der Aktion, die allen einen Riesenspaß gemacht hatte. Nachdem Korbinian Hartl den Flüssigkeitshaushalt der Teilnehmer mit leckerem Eistee wieder ausgeglichen hatte und die vom Feuerwehrnachwuchs Fabio Sicker und Pascal Pajung aufgestellte Felddusche für die richtige Abkühlung gesorgt hatte, wechselten die Donauschwimmer zum Freibadfest und stärkten sich in der Schmankerlküche. Im schattigen Biergarten unter den großen Birken auf dem Freibadgelände unterhielten »Larifari« mit stimmungsvollen Hits.

Aber vorher waren Wasserwacht und Förderverein noch einmal voll gefordert, um im bestens genutzten Sportbecken Platz für die weitere große Attraktion des Tages zu schaffen: die 2. Marktmeisterschaften im Sautrogrennen. Zehn Erwachsenenteams und etliche Kindermannschaften kassierten Bestnoten für den Unterhaltungswert ihrer Verrenkungen in den schwer steuerbaren Holzungetümen. Um einen der drei gestifteten Pokale zu erzielen, war aber auch die Zeit nicht ganz unwichtig, in der die »Sautrog-Masters«, »Wellenbrecher«, »Sauviecher« oder »De zwoa Gaudeplatzerl« die Beckenbreite zweimal paddelnd durchqueren mussten.

»Enterattacken und Unterwasserangriffe sind nicht gestattet«, führte Moderator Wolfgang Hofmaier, der 2. Vorsitzende des Fördervereins, in die Wettkampfregeln ein. Mit witzig-bissigen Kommentaren steigerte Hannes Wieser am Mikrophon gegen Ende des Wettbewerbs sogar noch den Unterhaltungswert der Wassergaudi. Die »Sauköpf vom Tellerrand« in Baströckchen und die »Crazy Urlis«, schon im letzten Jahr dabei, rissen durch ihre Vorstellung zu wahren Lachsalven hin. Die besten Stil- und Zeitnoten und damit die Pokale erreichten bei den Jugendlichen Erwin Dolmitz und Christoph Kauschinger als »Cool-Running-Team« und bei den Erwachsenen die »Nighthunter-Crew« mit Christopher Helmbrecht und Helmut Pongratz.

Deggendorfer Zeitung, 24. Juli 2006
 
Bootssteg wird repariert
Nachdem wir unseren Bootssteg am 17. Februar schwer beschädigt geborgen hatten, begannen wir im April mit den Reparaturabeiten. Hierzu musste der Landgang aus Edelstahl komplett neu überarbeitet werden. Die Schwimmkörper wurden restauriert und ein neuer Holzbohlenbelag montiert.

Mehr als 150 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden aufgewendet, bevor der Steg am 24. Mai wieder in die Donau eingesetzt werden konnte.
 
Naturschutz
Ende März, Anfang April führt die Wasserwacht Metten die alljährliche Nistkastenreinigungsaktion durch. Anhand der Unterlagen, die unser, von allen geschätzter und letztes Jahr so plötzlich verstorbener Naturschutzwart Toni Amann angelegt hatte, konnte ein Großteil der aufgehängten Nistkästen gefunden und gereinigt werden. Dabei zeigte sich, dass schon viele der Nistkästen in einem sehr schlechten Zustand waren, weshalb einige durch neue ersetzt werden mussten (insgesamt wurden im Freibad 4 neue Meisenkästen aufgehängt - hoffentlich haben wir noch etwas davon!).

Somit sind im Freibad momentan 8, an den Birken im Vorbereich 3 Nistkästen platziert, die alle anscheinend gut von den Vögeln angenommen werden; man glaubt gar nicht, wie viel altes Nistmaterial wir jeweils entfernen mussten.

An der Donau sind leider alle Kästen unterhalb des Diensthauses abhanden gekommen. Wir konnten nur die Nistkästen stromauf sichern und reinigen. Insgesamt hängen in diesem Bereich jetzt 10 Kästen an den großen Birken am Radweg. Den Kasten im Strauch beim Bootssteg konnten wir wegen Hochwassers bislang noch nicht erreichen.

Da wir die meisten der Reservekästen verbrauchten, planen wir für den Herbst zusammen mit der Jugendgruppe eine neue Nistkastenbauaktion, bei der jedes Kind oder jeder Jugendlicher auch eine Patenschaft für seinen Nistkasten übernehmen kann.

Des Weiteren sind zwei Aktionen zusammen mit dem Vogelschutzbund geplant: Eine Bootfahrt in das Altwassergebiet der Isar mit Biberburgbesichtigung und eine ornithologische Wanderung im gleichen Bereich. Die ersten Kontakte sind bereits geknüpft und sobald sich Näheres ergibt, werde ich es mitteilen.

Stefan Staudinger, Michael Schwarzmüller, Anna und Hannes Wieser.

Last but not least einen herzlichen Dank an Michael Schwarzmüller, Stefan Staudinger, Thomas Zach und Anna Wieser, die mir beim Reinigen und bei der Bestandsaufnahme geholfen haben.

Hannes Wieser
Naturschutzwart
 
Die Wasserwacht bekommt heuer ein neues Rettungsboot
Über 6000 Einsatzstunden geleistet: Ortsgruppe Metten blickt auf stolze Bilanz des Helfens zurück - Ausbildung groß geschrieben

Metten (ba). Auf eine stolze Bilanz des Helfens mit einem hohen Maß an Ausbildungs- und Einsatzstunden hat die Wasserwacht-Ortsgruppe bei der Jahreshauptversammlung zurückgeblickt. BRK-Kreisgeschäftsführer Simon Geim und Bürgermeister Erhard Radlmaier waren voll des Lobes für die WW-Aktiven.

Gruppenleiter Martin Plötz erinnerte bei der Jahreshauprversammlung an zwei gute Freunde, die verstorben sind: Toni Amann, der sich vornehmlich um die Naturschutzwacht kümmerte, und an Gründungsmitglied Franz Kufner.

»2005 war ein Jahr mit besonderen Ausbildungen«, stellte Plötz in seiner Rückblende heraus. Er lobt besonders die Einsatzbereitschaft der Aktiven und das Engagement der Jugentlichen. Notiert wurden Ausbildungswochenende im Burgsteinhaus, Sanitätskurs mit Prüfung, Fortbildung für Tauchmedizin, Ausbildung zum »Wasserretter« mit Prüfung, Wochenende der Erwachsenen mit Sanitätsausbildung im Burgsteinhaus. Für den kürzlich abgeschlossenen Lehrgang über Frühdefibrillation wurden die Prüfungszeugnisse überreicht. Besonders gedankt wurde BRK-Ausbilder Stefan Degenhart.

Der neuen Herausforderung, das Rote Kreuz im Katastrophenfall zu unterstützen, habe sich auch die Wasserwacht-Ortsgruppe gestelllt und in den letzten Wochen Schnee geschaufelt und Allradeinsätze gefahren. Dazu sei eine Nachtaktion gekommen, um den Bootssteg an der Donau zu sichern, bilanzierte Plötz.

Als Ziel und Aufgaben für heuer nannte der Gruppenleiter die Finanzierung und Aufrüstung des neuen Rettungsboots, die Reparatur des Bootsstegs, den Einbau enes Rolltors in die Freibadhalle und die Fortsetzung der Ausbildungsmaßnahmen.

Technischer Leiter Stefan Staudinger erinnerte an 14 Einsätze im letzten Jahr, listete die Schwimmkurse, Lehrgänge, Rettungs- und Tauchübungen auf und nannte als stolze Bilanz des Helfens insgesamt über 6000 Einsatzstunden der Mettener Wasserwacht im Jahr 2005.

Eine Rückblende auf die Aktivitäten der WW-Jugendgruppe lieferte Rudolf Ertl. Zwei Fahrten ins Westbad nach Regensburg, Wintertraining in der Halle, ein Jugendzeltlager am Rannasee und ein Wochenende im Burgsteinhaus standen auf dem Programm. Besonders stolz können die Mettener auf ihre »Junioren-Wasserretter« sein, sagte Ertl. Nach einem entsprechenden Lehrgang legten sechs Teilnehmer die Prüfung Stufe I und sieben Jugendliche die Stufe II ab.

Bootsbauer Wilhelm Wöss aus Zwentendorf bei Wien, der mit Genehmigung des BRK-Präsidiums den Auftrag für das neue Rettungsboot (Gesamtkosten mit kompletter Aufrüstung 75.000 €) erhalten hat, sagte zu, den Jugendlichen T-Shirts zu sponsern: »Ich spendiere die Laiberl!»

Den Kassenbericht lieferte Andreas Müller. Einnahmen und Ausgaben wurden ordnungsgemäß verbucht. Zur Deckung der laufenden Unkosten konnten fast 5.000 € an den BRK-Kreisverband abgeliefert werden. Größte Anstrengungen fordere die Finanzierung einer optimalen Ausstattung für das neue Rettungsboot, das wahrsceinlich noch bis zum Donauschwimmen im Juli geliefert werde.

Bürgermeister Erhard Radlmaier sagte, der Markt sei stolz auf die Wasserwacht. Sie bringe eine enorme Leistung für die Allgemeinheit und sorge für Sicherheit im Freibad. In diesem Zusammenhang nannte der Bürgermeister die finanziellen Belastungen: 160.000 € Betriebskosten für das Freibad, zirka 120.000 € für die notwendige Erneuerung der Deckenkonstruktion der Freibadhalle und rund 50.000 € Ausgaben für die Schneekatastrophe. Trotzdem wolle der Markt die Wasserwacht bei der Beschaffung des neuen Boots nach besten Kräften fördern.

BRK-Direktor Simon Geim lobte die hervorragende Arbeit der Mettener Wasserwacht-Ortsgruppe. Die Zusammenarbeit funktioniere ausgezeichnet. Das Ehrenamt habe sich auch bei der Schneekatastrophe bewährt. Geim: »Ohne Ehrenamt geht nichts.« Und: »Wir würden gerne noch mehr tun, doch wir alle haben kein Geld.« Der Bürgermeister wies darauf hin, dass sich der BRK-Kreisverband an den Kosten eines Rolltors für die Unterstellhalle für die Wasserwacht im Freibadgebäude beteiligt habe.

Für langjährigen aktiven Einsatz bei der Wasserwacht wurden mehrere Mitglieder ausgezeichnet. Fünf Jahre im Dienst sind Liesa Hartl und Kathrin Staudinger, zehn Jahre Josef Mader, 15 Jahre Alfons Funk, 25 Jahre Rudolf Ertl, 30 Jahre Klaus Hagl, Alfred Pritzl und Franz Pritzl.

Das deutsche Rettungsschwimmer-Abzeichen in Gold erhielten Michael Schwarzmüller und Rainer Würzinger.

Deggendorfer Zeitung, 9. März 2006
 
Eisschollen reißen Bootssteg ab

Am Freitag, den 17. Februar wurde unser Bootssteg von einer treibenden Eisscholle einfach weggerissen. Nachdem Tage zuvor Katastrophenalarm wegen massiver Schneefälle herrschte, ließen nun Regenfäälle den Pegel der Donau stark ansteigen. Während um die Mittagszeit noch alles in Ordnung war, bemerkten wir um ca. 16.00 Uhr, dass der Steg nur noch an einem Sicherungsseil 10 Meter stromabwärts hing. Die zwei 11 mm starken Stahlseile, welche stromaufwärts verankert waren, wurden einfach abgerissen. Der Landgang aus massivem Edelstahl war von der uferseitigen Befestigung abgebrochen und stark deformiert worden.

Bergung des Landgangs.

Die Bergung gestaltete sich äußerst schwierig. Zunächst wurde der Bootssteg mit zusätzlichen Seilen gesichert, bevor er durch Taucher begutachtet wurde. Um vom Ufer möglichst nahe an den Steg zu kommen, musste ein Radlader erst meterhohe Schneeberge versetzen, bevor ein LKW mit schwerem Ladekran den Steg mit anhängendem Landgang bergen konnte. Um ca. 20.30 Uhr konnte die Aktion erfolgreich beendet werden.
 
Katastrophenalarm in Ostbayern

Nach den massivsten Schneefällen seit Jahrzehnten herrschten im Landkreis zum Teil chaotische Verhältnisse. Kleinere Ortschaften oder abgelegene Bauernhöfe waren von der Aussenwelt abgeschnitten. Lagerhallen waren durch das Gewicht der Schneemassen eingestürzt und viele Dächer drohten unter der Last von zum Teil mehr als zwei Meter hohen Schnee einzubrechen. Am Freitag, den 10.02.2006 wurde schließlich der Katastrophenalarm ausgerufen. Feuerwehren, THW, BRK, Bundespolizei, Bundeswehr und andere Hilfsorganisationen aus ganz Deutschland versuchten im Wettlauf mit der Zeit, bedrohte Gebäude vom Schnee zu befreien.

2m Schnee auf dem Dach.

Auch die Wasserwacht Metten beteiligte sich an den Hilfsaktionen. Nach der Alarmierung um ca. 09.00 Uhr wurde mit unserem Allradfahrzeug ein Krankentransport durchgeführt. Anschließend halfen unsere Einsatzkräfte, ein einsturzgefährdetes Gebäude auf der Rusel vom Schnee freizuschaufeln. Um ca. 22.30 Uhr konnte an diesem Tag der Einsatz beendet werden.

Am Samstag, den 11.02.2006 wurde unser Fahrzeug ab ca. 07.30 Uhr wieder besetzt. Nach einer sanitätsdienstlichen Absicherung einer Einsatzstelle griffen am Nachmittag unsere Wasserwachtler erneut zur Schneeschaufel, um bei zwei weiteren Wohnhäusern das Dach zu entlasten. Erst am Sonntag, nachdem sich die Lage etwas entspannt hatte, wurde der K - Fall aufgelöst. Während ein Teil der Helfer ihre Heimreise vom bayerischen Wald ins Bundesgebiet antraten, waren Bundeswehr und örtliche Hilfsorganisationen noch ein paar Tage länger beschäftigt.
 
Lehrgang »Frühdefibrillation«

Die häufigste Ursache des plötzlichen Herztodes ist das Kammerflimmern. Die effektivste Behandlungsform ist hierbei die Defibrillation. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Defibrillation sinkt mit jeder abgelaufenen Minute um ca. 10 %. Deshalb ist es so wichtig, dass sehr frühzeitig diese Methode der Behandlung angewandt wird. Aus diesem Grund hat auch die Ortsgruppe Metten ein halbautomatisches Gerät beim Bezirksverband beantragt und im Dezember 2005 erhalten.

Frühdefibrillation.

Unser Kamerad Stefan Degenhart hatte sich bereiterklärt, unsere Einsatzkräfte zu schulen. An dem Kurs beteiligten sich 13 Wasserwachtler, die an vier Abenden zu jeweils vier Unterrichtseinheiten an dem Frühdefibrillationsgerät ausgebildet wurden. Hierbei wurden medizinische Grundlagen gelehrt, der richtige Algorithmus trainiert und die Handhabung mit dem Gerät geübt.

Lehrgangsteilnehmer.

Der Lehrgang endete am 02.02.2006 mit einer theoretischen sowie einer praktischen Prüfung, die unter der Aufsicht von Dr. Meyer Mölleringhof (leitender Notarzt) durchgeführt wurde.
 
Bergung im vereisten Weiher

Metten (cho). »Das neue Jahr angetaucht« haben die Taucher der örtlichen Wasserwacht schon bei der Winterübung »Stömungstauchen« Anfang Januar an der Donau, so Vorsitzender Martin Plötz. Die Eisrettung an einem stehenden Gewässer übten Feuerwehr und Wasserwacht gemeinsam bei extrem frostigen Temperaturen am Mettener Stauweiher.

Mindestens einmal im Jahr rücken die beiden Hilfsorganisationen vereint aus, damit die Feuerwehranwärter auch den Umgang mit dem Rettungsgerät der Wasserwacht lernen. »Wir ergänzen uns hervorragend«, betont Wasserwachtler Johann Staudinger. Gut gesichert durch Brandmeister Pater Paul Engelbrecht kämpfte sich 2. Kommandant Stephan Wagner an der Motorsäge durch die gut 25 Zentimeter starke Eisdecke des Weihers. Rainer Würzinger und Hans Staudinger halfen mit Feuerwehraxt und Einreißhaken, die ausgeschnittenen Eisplatten an den Ein- und Ausstiegslöchern für die Taucher unter die Eisdecke zu drücken. Starker Auftrieb der Platten erschwerte das enorm.

In völliger Dunkelheit überwanden Martin Plötz und Heinz Berchthold die circa 20 Meter zwischen den beiden Eislöchern tauchend unter dem Eis. »Ohne Leinenfürung hat man da unten keine Chance, sich zu orientieren«, weiß Plötz aus Erfahrung. »Da hilft nur absolute Konzentration.« Der Leinenfürer muss erahnen, wo sich der Taucher unter dem Eis gerade befindet. Michael Schwarzmüller im Neoprenanzug spielte das abgehärtete »Opfer« bei der Rettung mit dem aufblasbaren Eisschlitten. Ein ums andere Mal glitt er ins eisige Wasser und ließ sich von den bäuchlings auf dem Schlitten liegenden Feuerwehranwärtern über die Eiskante ziehen. »Wichtig bei der Bergung ist, dass alles schnell und doch schonend passiert«, erklärte Plötz die Vorgehensweise. »Das unterkühlte Opfer darf nicht in eine aufrechte Position gebracht werden. Sonst besteht die Gefahr des Bergungstodes.«

Deggendorfer Zeitung, 17. Januar 2006
 
Eisrettungsübung am Stauweiher

Am Samstag, den 14. Januar 2006 führte die Wasserwacht Metten bereits die zweite Einsatzübung in diesem Jahr durch. Gemeinsam mit der Feuerwehr Metten wurden Eisunfälle simuliert und die Rettung der Verunfallten mithilfe des Eisrettungsschlittens geübt.

Auch kamen bei dieser Übung 2 Rettungstaucher zum Einsatz, die im Ernstfall unter dem Eis vermisste Personen auffinden müssen. Eistauchgänge bedeuten stets eine hohe Belastung für die Taucher genauso wie für die Ausrüstung. So musste auch bei dieser Übung ein Tauchgerät ausgetauscht werden, da es bei den eisigen Temperaturen den Dienst versagte.

Die Einsatzkräfte müssen sehr sorgfältig und besonnen handeln, so kann der Taucher bei technischer oder körperlicher Schwierigkeiten nicht einfach auftauchen sondern muss erst zum Einstiegsloch zurückkehren. Da der Taucher unterm Eis bei relativer Dunkelheit orientierungslos ist, ist das Auffinden der Einstiegsstelle nur durch eine Signalleine möglich, über die der Kontakt zum Leinenführer auf dem Eis gehalten wird. Dieser muss anhand der Leinenführung Schwierigkeiten erkennen und entsprechend handeln. Ein weiterer Taucher muss sich einsatzbereit an der Oberfläche zur Verfügung halten, um bei Notfällen schnell eingreifen zu können.

Am Ende der Übung wurden die ins Eis gesägten Löcher abgesichert und man traf sich anschließend zu einer kurzen Übungsbesprechung und zum Aufzuwärmen im »Florianstüberl« der Mettener Feuerwehr.
 
Winterübung an der Donau

Am Samstag, den 07. Januar um ca. 14 Uhr trafen sich ca. 25 Mettener Wasserwachtler an der Donau zu einer Winterübung. Während die Bootsführer verschiedene Fahrmanöver übten, gingen 3 Taucher unter Wasser. Diese wurden vom Bootssteg aus mit Leinen gesichert und erkundeten den Grund.

Trotz winterlicher Temperaturen wurde anschließend auf der Terrasse der Wachstation gegrillt und Tee und Punsch ausgeschenkt. Erst gegen Abend löste sich die gemütliche Runde auf, bevor die Wasserwacht ca. 30 Minuten später per Meldeempfänger zu einem Einsatz gerufen wurde (siehe »Einsätze«).
 
[Das Jahr 2005 ...]

[Das Jahr 2004 ...]
 
Erster Einsatz des neuen Rettungsbootes

In der Nacht vom 25. auf 26. Oktober musste sich das erst vor zwei Wochen offiziell in Betrieb genommene neue Rettungsboot bewähren. Um 0:00 Uhr wurde die Wasserwacht über Meldeempfänger alarmiert. Zwischen Hengersberg und Deggendorf ereignete sich auf einem Donaukreuzfahrtschiff ein kardialer Notfall. Obwohl alle Einsatzkräfte aus dem Bett geholt wurden, meldete sich die Ortsgruppe Metten bereits nach 7 Minuten mit 5 Kameraden einsatzbereit. Da sich nach ersten Meldungen das Passagierschiff auf Höhe Hengersberg befinden sollte, fuhren der Notarzt- und Rettungswagen die Fährstelle in Niederalteich an. Wie sich herausstellte, war das Schiff jedoch schon weiter Richtung Deggendorf unterwegs. Aus diesem Grund entschied die Rettungsleitstelle, die Landrettungsfahrzeuge zurück nach Deggendorf ins Hafengelände zu ordern, von wo aus sie auf das Rettungsboot der Wasserwacht Metten umsteigen sollten. Inzwischen hatte das Rettungsboot das Passagierschiff erreicht und setzte bei einem anspruchsvollen Anlegemanöver am fahrenden Schiff bei Dunkelheit und extrem starker Strömung zwei Sanitäter der Wasserwacht Metten zur Erstversorgung ab. Anschließend fuhr das Boot zum Hafen zurück, um auf die Notärztin und das Rettungspersonal zu warten, die kurz darauf eintrafen. Das Anlegemanöver an das Kreuzfahrtschiff wurde ein zweites Mal durchgeführt, um die Rettungskräfte samt Einsatzgeräte zum Schiff zu bringen. Am Deggendorfer Freihafen legte das Passagierschiff kurz an, um dem Wasserwachtboot die Gelegenheit zu geben, bei geringer Strömung am Schiff festzumachen. Da bei dem niedrigen Wasserstand der Patient nicht über die hohe Kaimauer an Land gebracht werden konnte, wurde die Schaufeltrage mit dem Patienten an das Wasserwachtboot übergeben und anschließend an eine Rampe zum wartenden Rettungswagen gefahren. Sehr deutlich kam bei allen Fahrmanövern die Zweckmäßigkeit des neuen Bootes zum tragen, das den Einsatzkräften auch genügend Platz für die Versorgung des Patienten bietet.
 
Fischer bei Altenufer ertrunken - Taucher der WW-Metten bergen 68-jährigen Niederalteicher tot aus einem Weiher

Am Freitag, den 11. August 2006 wurde um ca. 15:20 die Wasserwacht zu einer Vermisstensuche an einen nahe gelegenen Weiher bei Niederalteich gerufen. Nachdem der 68- jährige nicht vom Angeln zurückgekehrt war, bat die Frau des Verunglückten eine Nachbarin, am Angelplatz nachzusehen, da sie selbst nicht von zu Hause weg konnte. Diese fand schnell das leere Auto und die Angelausrüstung des Gesuchten und verständigte die Polizei. Beim Eintreffen der Wasserwacht begann sofort ein Taucher der Ortsgruppe Metten mit der Suche unter Wasser. Bereits nach wenigen Minuten konnte der Taucher in dem trüben Wasser in ca. 3,50 Meter Wassertiefe den leblosen Körper ertasten und bergen. Der Notarzt stellte den Tod des Mannes fest, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit mindestens einer Stunde im Wasser gelegen haben dürfte. Nach derzeitiger Spurenlage geht die Polizei von einem Unglück aus. Am Ufer legte der 68-jährige seine Kleidung bis auf die Unterhose und die Schuhe ab. Vermutlich wollte er seine Angel aus dem Wasser holen, die sich verhakt hatte und die die Polizei ca. 7 Meter vom Ufer entfernt im Wasser treibend fand. An dem Einsatz waren Wasserwachtortsgruppen aus Hengersberg, Metten, Osterhofen Plattling und Deggendorf beteiligt.
 
Kreuzfahrtschiff läuft auf Grund und schlägt Leck

Am Samstag, den 07. Januar um ca. 19:30 Uhr wurden wir über Meldeempfänger alarmiert. Die Meldung lautete: »Ein Kreuzfahrtschiff mit ca. 114 Passagieren ist auf Grund gelaufen und droht zu sinken.« Der Unfall des erst 2004 gebauten, 110 Meter langen Schiffes mit dem Namen »MS Beethoven« ereignete sich oberhalb der Stadt Vilshofen. Aufgrund der hohen Passagierzahl wurden alle Wasserwachten der Landkreise Passau und Deggendorf alarmiert. Ebenfalls im Einsatz waren Wasserschutzpolizei, die örtlichen Feuerwehren und die zuständigen Behörden. Nachdem das Leck abgedichtet werden konnte, wurde vom Einsatzstab beschlossen, von einer Evakuierung abzusehen. 2 Ärzte und 6 Wasserretter betreuten die britischen, im Durchschnitt 70 Jahre alten Fahrgäste, bis das Kreutzfahrtschiff frei geschleppt wurde und in Vilshofen anlegen konnte. Die letzten Ortsgruppen beendeten den Einsatz gegen 00:30 Uhr nachdem sie die »MS Beethoven« bis zum Anlegeplatz geleitet hatten. Am Einsatz beteiligt waren 54 Einsatzkräfte von den WW-Ortsgruppen Vilshofen, Passau-Stadt, Ilzstadt, Tittling, Eging, Osterhofen, Hengersberg, Plattling und Metten.
 
[Das Jahr 2005 ...]