Eisretter mit dem Luftschlitten
Spezial-»Matratze« der Wasserwacht für Notfälle auf zugefrorenen Weihern - Sekundenschnell aufgeblasen

Metten. Ihr Schlitten ist eigentlich eine Luftmatratze. Rund zweieinhalb Meter lang, unten knallgelb, oben in leuchtend roter Farbe. Richtig zum Einsatz gekommen ist er noch nie - zum Glück, denn der Eisrettungsschlitten der Wasserwacht Metten hat mit Wintergaudi nichts zu tun.


Zwar hält sich die kalte Jahreszeit bislang zurück, doch sobald die ersten Weiher, Seen und Flüsse wieder mit einer dünnen Eisschicht bedeckt sind, kann es ernst werden für die Wasserwachtler. Stockschützen, die sich zu früh aufs sicher geglaubte Eis wagen, unvorsichtige Kinder oder Schlittschuhläufer, die nicht länger warten wollen - die Bandbreite an möglichen Szenarien ist groß.

Für alle Fälle haben die Frauen und Männer um Leiter Martin Plötz ihren Eisrettungsschlitten immer parat. Kufen hat das knallige Rettungsgerät nicht, schließlich soll der »Schlitten« notfalls auch im Waser schwimmen können. In Sekundenschnelle ist die Matratze mittels Pressluftflaschen aufgeblasen. Im Ernstfall schiebt sie ein Retter bis zur Unfallsstelle vor, wird die Gefahr zu groß, kann sich der Wassrwachtler auch selbst auf den Rettungsschlitten legen. Am Eisloch angekommen, wird der Eingebrochene zwischen die vorderen Enden der Luftmatratze genommen und aus dem Wasser geholt. Dann ziehen weitere Helfer den Rettungsschlitten über eine Leine aus der Gefahrenzone.

Seit fünf Jahren haben die Mettener Wasserretter das moderne Hilfsgerät. Rund 2500 € hat es gekostet - nicht gerade billig, doch geprüfte Rettungsmittel, wie sie die Wasserwachten oder Feuerwehren verwenden, sind meistens teuer. Nicht nur als ausgebildeter Wasserwachtler kann man bei Eisunfällen helfen, auch für Laien hat Martin Plötz Tipps: Um die Gefahr von vornherein zu minimieren, rät der Ortsgruppenleiter, zugefrorene Teiche oder Seen erst ab einer Eisdicke von mindestens fünf Zentimetern zu betreten, bei Gruppen ab acht Zentimeter. Auf vereiste fließende Gewässer sollte man am besten gar nicht gehen und wenn, dann erst ab 15 bis 20 Zentimetern Eisdicke. Bricht man dennoch ein, ist Schnelligkeit angesagt. Durch die Kälte werden die Muskeln nach wenigen Minuten steif. Ist das Eis halbwegs tragfähig, sollte der eingebrochene versuchen, sich flach auf das Eis zu schieben. Reicht die Stabilität nicht aus, möglichst das Eis stückchenweise zerbrechen, bis man zum Ufer oder zu einer festeren Schicht gelangt. Als Außenstehender sollte man keinesfalls stehend bis um Eisloch gehen. »Am besten Hilfsmittel wie Äste, Leitern oder zur Not auch ein Abschleppseil zuwerfen« rät Plötz. Nur im äußersten Fall sollte sich der Retter selbst bis zum Eisloch bewegen, flach liegend und mit einer Leine gesichtert.

Hat man die eingebrochene Person aus dem Wasser geholt, sind weitere Tipps zu beachten: den Patienten nicht stark bewegen und ihm keine Wärme schlagartig von außen zuführen. Menschen, die längere Zeit im kalten Wasser waren, sind meist stark unterkühlt. Im Körperkern ist warmes Blut, während sich in den Extremitäten kaltes Blut befindet. Durch starke Bewegungen oder Wärmezufuhr zirkuliert das kalte Blut durch den Körperkern, wodurch lebenserhaltende Funktionen aussetzen können. Der wichtigste Rat, den Martin Plötz hat: »Immer als erstes den Notruf absetzen.«

Christoph Kleiner, Deggendorfer Zeitung, 19. Dezember 2007
 
Rettung bei Hochwasser am Mettener Bach
Wasserwacht probt den Ernstfall

Metten. Stürzt ein Spaziergänger bei winterlichen Temperaturen in den kalten Bach, bleiben ihm höchstens zehn bis fünfzehn Minuten, bevor die Muskeln durch Unterkühlung versteifen und der Tod durch Ertrinken droht.

Rettungsübung am Mettenbach. Foto: C. Holler.

Das Hochwasser der vergangenen Tage nutzten die örtlichen Wasserretter, um einen derartigen Unglücksfall am Mettener Bach zu Übungszwecken durchzuspielen. »Wasserrettung am Bach haben wir bisher noch nicht geübt, also wurde es Zeit, das einmal auszuprobieren«, sagte Martin Plötz, Vorsitzender der Mettener Wasserwacht. Während die Allgemeinheit in der warmen Stube gemütlich um den Adventskranz saß, stellte sich Mike Schwarzmüller als Opfer zur Verfügung und stieg oberhalb der neuen Achmüllerbrücke in den relativ reißenden Bach. Die starke Strömung trieb ihn ausgesprochen schnell abwärts, so dass Rainer Würzinger, Leiter der Schnellen Einsatzgruppe (SEG), postwendend die Wasserretter Heinz Berchtold, Christopher Helmbrecht, Stefan Staudinger und Felix Prasser mobilisierte und eine Bergung über den Damm anordnete. Einsatzleiter im Wasserrettungsdienst war Rudi Ertl.

Der zweite Übungsteil basierte auf derselben Ausgangslage. Die große Kraft des wassers überraschte selbst den erfahrenen Wasserretter Schwarzmüller, der erneut das Opfer war, und hilflos im Hochwasser Richtung Donau trieb. Dieses Mal waren ihm die Retter im Schlauchboot namens »Gabriel« dicht auf den Fersen und retteten das Opfer direkt ins Boot. Mit einer kleinen »Vergnügungsreise« an die Donau belohnte sich die Einsatzgruppe anschließend für das eiskalte Abenteuer.

cho, Deggendorfer Zeitung, 15. Dezember 2007.
 
»Explosion« auf Donau-Schiff
Spektakuläre Rettungsübung auf der Donau bei Metten - Szenario stellte alles in den Schatten - Internationale Beobachter machten sich ein Bild

Deggendorf/Metten. (sut) Unter internationaler Beobachtung lief jüngst auf der Donau eine Rettungsübung ab, an der 160 Einsatzkräfte, mit elf Booten sowie 27 Einsatzfahrzeuge vorwiegend vom BRK, teilnahmen. Die BRK-Ortsgruppe der Wasserwacht Metten unter Martin Plötz richtete eine Übung in enger Kooperation mit den Feuerwehren Deggendorf, Metten, dem BRK und anderen Ortsgruppen der Wasserwacht aus; die vom Szenario her alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte.

Auf der »Agnes Bernauer«, mit 51 Fahrgästen stromaufwärts unterwegs, ereignete sich in der Küche eine Fettexplosion, die innerhalb kurzer Zeit unter Deck alles verqualmte - es brach Panik aus, einige sprangen sogar über Bord. Ein sehr realistischer Übungsvorgang, ausgearbeitet von Hans Staudinger, Wasserwacht Metten, nahm bei strahlendem Herbstwetter seinen Lauf. Erkennbar positiv, trotz einiger Defizite, so die Übungsleitung selbst, dass die Koordination der Kräfte keineswegs aus dem Ruder lief.

Im Wesentlichen gestaltete sich die Rettung der verletzten in großer Zahl zufriedenstellend, die dann den Sammelstellen Metten und Deggenau zugeführt wurden. Erkennbare Lücken taten sich auf, dass einige Rettungsboote alsbald an ihre Grenzen stießen, da der technische Standard keineswegs für einen Strom wie die Donau ausreichte. Verstärkt noch bei Regen, Schnee, Sturm oder Nebel, Verhältnisse, die Gefahren für Retter und Gerettete heraufbeschworen hätten. Insofern lag die Last der Rettungseinsätze bei Bugklappenboot »Anton« der Wasserwacht Metten und dem Wasserfahrzeug der FFW Deggendorf, welches einen massiven Löschangriff mit schwerem Atemschutz auf der »Agnes Bernauer« innerhalb kurzer Zeit ermöglichte.

Bedenkt man, was in Afghanistan und anderswo Gerät verlustig geht, so wäre anzunehmen, dass für Notfalleinsätze Geld vorhanden sei, um einiges »Spielzeug« von einer »Europa-Wasserstraße« zu verbannen. Die »öffentliche Hand und unsere Politiker wären hier des Öfteren mit Kritik zu überziehen«, war zu hören. Die Österreicher, als Beobachter anwesend, fotografierten alles genau, da im Frühjahr 2008 in ihren Gewässern bei Tulln/Niederösterreich an der Donau eine Übung ähnlichen Ausmaßes über die Bühne geht - man darf gespannt sein.

Donau Anzeiger, 17. Oktober 2007
 
Rettungskräfte evakuieren Schiff in nur einer Stunde
Koordinierung von insgesamt 180 Einsatzkräften

Deggendorf (dz). Samstagnachmittag an der Deggendorfer Promenade: Rauch quillt bedrohlich aus einem Kreuzfahrtschiff auf der Donau. Eine Explosion in der Bordküche hat einen Schwelbrand ausgelöst. Passagiere sind panisch ins Wasser gesprungen, einige unfreiwillig hineingefallen.

Während die Feuerwehr den Brand löscht, werden Verletzte von Atemschutzgerätträgern vom Schiff gebracht, 14 Rettungsboote kreuzen zudem auf der Donau, um Passagiere aus dem Wasser zu retten. An Land stehen Fahrzeuge des Roten Kreuzes.


Das Szenario wirkt echt, ist allerdings nur eine Übung, an der die FFW Deggendorf, Niederalteich, Neßlbach und Metten teilgenommen haben, das THW Deggendorf, die BRK-Schnelleinsatzgruppen und der BRK-Betreuungszeug sowie Wasserwachten aus Vilshofen, Bogen, Waltendorf, Deggendorf, Plattling, Osterhofen, Hengersberg und Metten.

»Zeil der Übung war es, gemeinsam mit allen beteiligten Einheiten diese anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen«, sagte Hans Staudinger von der Wasserwacht-Ortsgruppe Metten. Die Statisten von der Berufsfachschule für Physiotherapie, der FFW, der Wasserwacht und dem Roten Kreuz waren mit Brandwunden, Schnittverletzungen und Knochenbrüchen von Mitgliedern des Jugendrotkreuzes geschminkt worden.

Nur vier befestigte Slipstellen für Boote auf 42 Flusskilometern - in Metten, am Deggendorfer Campingplatz, in Niederalteich und Winzer - sowie Probleme in punkto Strömung und Uferbeschaffenheit, erschweren den Einsatz und die Möglichkeit, Verletzte an geeigneten Stellen abzusetzen. So mussten die Passagiere nach Metten zum ehemaligen Fährsporn und in den Deggendorfer Hafen bei der Fa. Streicher gebracht werden. In gut einer Stunde waren 51 Statisten von insgesamt 180 Einsatzkräften aus dem SOS-Schiff evakuiert worden.

Staudinger begrüßte dazu Vize-BRK-Kreisgeshäftsführer Gerhard Gansl, Wasserwacht-Kreischef Reinhard Leuschner, H. Wurm von der Wurm-Donauschifffahrt Irlbach, von dem die »Agnes Bernauer« zur Verfügung gestellt worden war, Brandmeister Thomas Bardulek von der FFW Deggendorf, Gerhard Kleeberger von der Rettungsleitstelle Straubing sowie als Beobachter Mitglieder des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbands.

Deggendorfer Zeitung, 17. Oktober 2007
 
Mit finnischer Fahne, Flossen und roter Strickmütze
81 Teilnehmer beim 27. Donauschwimmen der Wasserwacht - Sautrogrennen beim Freibadfest der Höhepunkt

Metten. Die Fahne seines heimatlichen Tauchclubs hielt der Finne Vesa Heilala beim 27. Donauschwimmen der mehr als 300 Mitglieder starken Mettener Wasserwacht hoch: Wenn man so will, war er, Jahrgang 1966, der am weitesten angereiste Telnehmer. Heilala, inzwischen Mitglied beim Tauchsprortclub Deggendorf, arbeitet seit einigen Monaten als EDV-Experte auf der MD-Baustelle in Plattling. Mit Badehose, knallroter Strickwollmütze und einer bis drei Meter unter Wasser funktionierenden Digitalkamera ließ er sich am Samstagnachmittag mit 80 weiteren Wasserratten auf der Donau treiben und gehörte zum letzten Drittel, das nach mehr als einer Stunde das Ziel erreichte.


Als älteste Teilnhemerin hatte sich Erika Rothmeier, Jahrgang 1935, in die Liste eingetragen. Jüngste war die acht Jahre alte Hanna Kiewert aus Offenberg, die im Neoprenanzug und mit Flossen mit Papa Peter die Strecke absolvierte. Für diese außergewöhnlichen Teilnehmer gab es Pokale, ebenso wurden die stärksten Gruppen geehrt: Der Tauchsportclub Egginger, Neuhausen, war mit 27 Personen, der Tauchsportclub Deggendorf mit 22 Leuten vertreten.

Beim Donauschwimmen, als Gaudi-Veranstaltung deklariert, spielt der olympische Gedanke die Rolle schlechthin. »Vom Schifffahrtsverband aus dürfen wir kein Wettschwimmen machen«, gab Ortsgruppenleiter Martin Plötz bekannt, auch solle die Gruppe nicht mehr als 300 Meter auseinanderdriften. Dennoch gehen etliche Teilnehmer die 4,7 Kilometer von der Sommersdorfer Brücke in Kleinschwarzach bis zur Wasserwachtstation Metten sportlich an. Einen eindringlichen Appell richtete Plötz an die Schwimmer: »Es dürfen keine alkoholischen Getränke während des Runterschwimmens mitgenommen werden«.

Nach 45 Minuten tauchte Dr. Fritz Schulz als Erster am Ziel auf. Er schätzt das »Streckenschwimmen und die Landschaftsbetrachtung«, erklärte der 60-jährige aus Neuhausen, der schon oft beim Donauschwimmen mitgemact hat. Klare Aussagen fallen seinerseits in punkto Wasser (»picobello sauber«). Vom sauberen Wasser schwärmt auch Heidi Schober aus Metten, die wie Gerda Schludi zu den ersten Frauen gehört, die das Ziel erreichen; die 66-jährige Schludi, zum vierten Mal dabei, erinnert sich an ihr erstes Donauschwimmen: »Das Wasser hatte 18 Grad«.

Letztes Jahr habe sie während des Schwimmens gesungen und dabei viel Wasser geschluckt, erinnert sich die Grünen-Bezirksrätin Renate Franzel, die mit Mann Walter zum wiederholten Mal teilgenommen hat. »Anstrengend, wohl wegen des Windes und der unterschiedlichen Strömungen«, war es heuer, kommentierte sie am Ziel. Neben dem Schwimmerlebnis nimmt sie, wie sie sagt, von dem Strom »auch die Kraft und Energie mit, im Kampf um die freifließende Donau«.

Das dritte Sautrogrennen beim gleichzeitigen Freibadfest, zu dem sich auch Reinhold Leuschner vom Kreisverband der Wasserwacht eingefunden hatte, erwies sich vor allem für die Kinder als Höhepunkt. Das Siegerteam 2006, die »Night Hunts« (Christoph Helmbrecht/diesmal mit Fabio Sicker) trat gegen das Siegerpaar 2005, die »Crazy Urlies« (Birgit und Thomas Urlbauer), außer Konkurrenz an. Am geschicktesten erwies sich heuer Johannes Fritsch und Thomas Fritsch mit 55 Sekunden vom »Sautrog-Racing-Team die etwas Jüngeren«. Die »Plattlinger Kenterer«, Vater Josef und Tochter Simone, wurden Zweite (57 Sekunden), Florian Zitzelsberger und Matthias Hochgräber, »Jackie«, Dritte (58 Sekunden) bei insgesamt 14 Wettbewerbsteams. Stimmung und Spannung brachte Wasserwachtler Hannes Wieser als Moderator der Sautrog-Regatta, der die Teams wie »De zwo Zwidan drei«, »Dreamteam« oder »Die wilden Piraten« mit amüsanten Worten vorstellte.

Natürlich galt es bei der Siegerehrung und Urkundenvergabe Dank zu sagen: die Sautröge und auch die Pokale waren gesponsort. Und weil man nicht nur von Wasser und Luft leben kann, waren mehr als 30 Wasserwachtler für den reibungslosen Ablauf des Festes im Einsatz. Die Gäste wurden nicht nur mit Salat von einem Zentner Kartoffeln versorgt, sie wurden auch mit dem bekannt guten Rollbraten, mit Würsteln, Kaffee und Kuchen verwöhnt.

Josefine Eichwald, Deggendorfer Zeitung, 30. Juli 2007.
 
Feuerwehr Metten organisiert Gemeinschaftsübung

Zu einer Gemeinschaftsübung der »Freiwilligen Feuerwehr Metten« am Montag, den 02.07.2007 wurde die Wasserwacht um ca. 18:45 Uhr über Meldeempfänger gerufen. Von der »geheimen« Übung waren nur die Verantwortlichen der Feuerwehr, des BRK und der Wasserwacht eingeweiht. Den eintreffenden Einsatzkräften bot sich ein sehr realistisches Szenario. Am Mettener Stauweiher waren in der Kurve zwei Fahrzeuge zusammengestoßen. Ein Auto stand in Flammen. Im zweiten Wagen waren Personen eingeklemmt. Ein drittes Fahrzeug konnte laut Zeugenaussagen noch ausweichen, stürzte jedoch in den Stauweiher und versank.

Die Übung war von der Feuerwehr hervorragend organisiert. Die am Unfall beteiligten Personen wurden entsprechend ihrer Verletzungen geschminkt. In der im Weiher versenkten Karosserie saßen zwei Taucher der »Tauchschule Egginger«. Als erstes waren die Feuerwehren Metten und Berg vor Ort. Diese sicherten die Unfallstelle ab, bekämpften den Brand und bereiteten den Rettungsspreizer vor. Als nächstes traf die Wasserwacht Metten ein. Zwei Taucher machten sich sofort bereit, um nach dem versunkenen Auto zu suchen. Bereits nach wenigen Minuten konnte der erste Insasse gerettet werden. Die Sicht der Taucher betrug weniger als 20 cm, und so musste der gesamte Innenraum des Autos ausgetastet werden. An Land wurden die Opfer solange reanimiert, bis sie vom Rettungsdienst übernommen wurden.

An der Übung beteiligten sich die Feuerwehren Metten und Berg, die Wasserwachten Metten, Plattling und Hengersberg sowie drei Fahrzeuge des Rettungsdienstes. Bei der anschließenden Besprechung im Feuerwehrhaus in Metten lobten alle die hervorragende Übung, die jedoch in den nächsten Tagen noch genau ausgewertet werden muss.
 
Tag der offenen Tür beim BRK, Deggendorf

Nach der feierlichen Einweihung des neuen Gebäudes in der Wiesenstraße am Freitag veranstaltete das Rote Kreuz am Sonntag, den 06.05.2007 zum ersten Mal auch einen »Tag der offenen Tür«. Die Besucher hatten nicht nur die Gelegenheit, das neue Gebäude zu besichtigen, sondern erhielten auch noch einen Einblick in das vielseitige Angebot des Kreisverband Deggendorf.


Ausgestellt wurde eine Auswahl verschiedener Gerätschaften und Einsatzfahrzeuge der einzelnen Gliederungen. Besonderes Interesse fand hierbei das Rettungsboot der Wasserwachtortsgruppe Metten. Mittels einer Fotowand wurde über die verschiedenen Aktivitäten der Ortsgruppe informiert. Die Besucher konnten die Rettungsmittel begutachten und sich diese von fachkundigen Helfern erklären lassen. Die Ortsgruppe Plattling konnte die Gäste mit einer umfangreichen Ausstellung in Sachen »Naturschutz« beeindrucken. Info - Stände der Ortsgruppen Deggendorf und Osterhofen rundeten die gelungene und informative Präsentation der Wasserwacht ab.
 
Wasserwacht beherrscht jetzt auch Binnnenschifffahrtsfunk

Metten (fa/dz). Die Wasserwacht Metten rüstet ihr Einsatzboot mit dem internationalen Binnenschifffahrtsfunk aus. Dazu stehen zahlreiche UKW Kanäle zur Verfügung, die jeweils bestimmten Aufgaben zugeordnet sind. Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt mit Sitz in Straßburg und die Donaukommission mit Sitz in Budapest haben als internationale Organisationen Regelungen für die Schifffahrt auf ihren Revieren erarbeitet. Alle Personen, die am Schiffsfunk teilnehmen möchten, müssen Kenntnisse in einer Prüfung nachweisen, um das Sprechfunkzeugnis zu erhalten. Die Wasserwacht Metten hat als erste Ortsgruppe im Landkreis Deggendorf einen Lehrgang unter der Leitung von Fritz Apfelbeck organisiert. Neun Mitglieder stellten sich erfolgreich der Prüfung. An drei Ausbildungstagen hatten die Wasserwachtler die nötigen Kenntnisse darüber erlangt. Praktisch wurde an zwei Funkgeräten des WW-Bezirksverbands geübt.

Binnenschifffahrtsfunk-Prueflinge.

Die Einsätze der Wasserwacht auf der Donau werden immer vielfältiger. Neben dem Behördenfunk, mit dem die Wasserwacht mit der Leitstelle des Roten Kreuzes verbunden ist, rückt auch der Binnenschifffahrtsfunk immer mehr in den Vordergrund. So kann sich bei Einsätzen die Wasserwacht mit der Binnenschifffahrt verständigen. UBI-Prüfer Fritz Apfelbeck bereitete die Wasserwachtkameraden auf die Prüfung vor. Im schriftlichen Teil mussten Fragen beantwortet werden. Außerdem musste ein Text mit der Nato-Buchstabiertafel aufgenommen werden. Im praktischen Teil musste ein Funkgespräch abgegeben werden. Im Bild: Die Prüflinge mit den Prüfern Helmtrud und Manfred Bersch (links) und Udo Schwind (rechts) und Ausbilder Fritz Apfelbeck (2.v.r). (Foto:fa)

Deggendorfer Zeitung, 20. März 2007
 
Fleißig und schnell: Wasserwacht leistet 7725 Stunden
Jahreshauptversammmlung der Mettener Ortsgruppe - Hoher Ausbildungsstand der aktiven Mitglieder

Metten (ba). Viel Lob gab es bei der Jahreshauptversammmlung für die Wasserwacht-Ortsgruppe. Kreiswasserwacht-Abteilungsleiter Reinhard Leuschner würdigte de Leistungen einer intakten und jungen Truppe: »Wir sind stolz auf euch.«

Leuschner lobte vor allem die Schnelligkeit der Mettener, wenn sie zu Einsätzen gerufen werden. Er freute sich, dass man großen Wert auf gute Ausbildung lege und junge Leute in Führungsaufgaben integriert habe. Gedankt wurde auch für den Einsatz der Wasserwacht und seines Fördervereins zum Erhalt des Freibads.

Ehrungen bei der Mettener Wasserwacht (v.l.): Bürgermeister Erhard Radlmaier, Reinhold Schwarzmüller, Martin Plötz, Stefan Staudinger, Michael Schwarzmüller, Simon Geim und Reinhard Leuschner.

In seiner Rückblende erinnerte Ortsgruppenleiter Martin Plötz an Übungen, Ausbildung, Donauschwimmen, Badfest und die Weihe des neuen Rettungsboots. Gefordert waren die Wasserwachtler auch bei der Schneekatastrophe, als der Bootssteg geborgen werden musste und Schäden am Dach des Freibadfunktionsgebäudes entstanden. In dieser »Krisensituation« standen Marktgemeinde, Förderverein und Wasserwacht eng zusammen, lobte Plötz. Er nannte einen Stand von 301 Mitgliedern, davon sind etwa 130 Kinder und Jugendliche. Ziele für heuer seien die Fortsetzung der Ausbildungsmaßnahmen, Prüfungen für den Binnenschifffahrtsfunk, Einweisungen am Rettungsboot und Schwimmkurse. Donauschwimmen und Badfest stehen ebenso auf dem Jahresprogramm.

Gedankt wurde den beiden Jugendleitern Rudolf Ertl und Evi Staudinger. Es gab regelmäßige Fahrten zum Westbad nach Regensburg, ein Zeltlager in Simbach am Inn, ein Wochenende im Burgsteinhaus, das Sommertraining im Freibad und ein Hallentraining im Winter. Die Jugendlichen beteiligten sich auch am Donauschwimmen in Metten und Waltendorf.

Technischer Leiter Stefan Staudinger listete in seinem Jahresbericht alle Einsätze, Übungen und Ausbildungsmaßnahmen auf. Notiert wurden 104 Erste-Hilfe-Einsätze, eine Totenbergung und vier sonstige Einsätze. Nicht vergessen wurde die Naturschutzwacht mit Reinigen und Erneuern von Nistkästen. Die Gesamtbilanz kann sich sehen lassen, mit 7725 Einsatzstunden der Ortsgruppe Metten.

Den Kassenbericht erstattete Andreas Müller. BRK-Kreisgeschäftsführer Simon Geim dankte der Wasserwacht und dem Markt für ihr »offenes Ohr«, damit Menschen für Menschen arbeiten könnten.

Bürgermeister Erhard Radlmaier nannte die Jugend, die Ausbildung, das funktionierende Rettungs- und Sanitätswesen sowie den Naturschutz als Garanten für das Funktionieren »unserer starken Wasserwacht-Ortsgruppe«. Er dankte für den enormen Einsatz und die Bündelung aller Kräfte zum Erhalt eines Freibads in Metten. Die notwendige Sanierung werde den Markt noch einige Jahre beschäftigen, erklärte der Bürgermeister.

Der hohe Ausbildungsstand der Ortsgruppe konnte weiter gesteigert werden: Stefan Staudinger und Michael Schwarzmüller legten die Prüfung als Rettungstaucher ab. Als Naturschutzwart stellte sich Hannes Wieser zur Verfügung.

Es gab auch Ehrungen für langjährige Dienstzeiten. Bürgermeister Radlmaier ist seit 35 Jahren bei der Wasserwacht, Reinhold Schwarzmüller 25 Jahre, Alois Mühlbauer und Stefan Staudinger seit 15 Jahren, Marion Greulich und Korbinian Hartl seit fünf Jahren. Für besondere Leistungen zeichnete Leuschner Martin Plötz mit der Wasserwachtmedaille in Gold aus. Plötz führte die Ortsgruppe von 1991 bis 1995 und jetzt wieder seit 2005.

Donau-Anzeiger, 23. Januar 2007
 
Binnenschifffahrtsfunk in der Wasserwacht
Ortsgruppe Metten begann mit einem Lehrgang - Vorreiter im Kreisverband Deggendorf

Metten. (fa) Die Wasserwacht-Ortsgruppe im Landkreis Deggendorf wurden heuer schon zu zwei Einsätzen ausgerufen. Am Neujahrstag zum Hafen nach Deggendorf und erst vor wenigen Tagen an die Donau bei Mühlham.

Mit den Rettungstauchern kommen auch die Motorrettungsboote zum Einsatz. Oft ist es notwendig, wie sich bei den letzten Einsätzen gezeigt hat, dass mit dem Schiffsführer Funkkontakt aufgenommen werden muss. Mit den anderen Hilfsorganisationen, wie der Freiwilligen Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk sowie mit der Polizei wird per Behördenfunk Kontakt aufgenommen.

Foto: F. Apfelbeck.

Neues Rettungsboot
Im November 2006 musste ein Notarzt auf ein Passagierschiff gebracht werden. Da die Berufsschifffahrt über den Binnenschifffahrtsfunk verfügt, konnten sich die Einsatzkräfte der Wasserwacht mit der Schiffsbesatzung untereinander nicht verständigen. Dieser Einsatz zeigte die Notwendigkeit, wie wichtig der Binnenschifffahrtsfunk auf den Wasserwachtbooten ist. Denn es war nicht das erste Mal.

Die Wasserwacht Metten hat im vergangenen Jahr ein neues Rettungsboot bekommen. Bei Einsätzen bei Dunkelheit oder unsichtigem Wetter ist nicht nur die richtige Beleuchtung notwendig, eine Radaranlage hilft, die vielen »Hindernisse« auf der Donau zu erkennen. Da ein mit Radar ausgerüstetes Boot auch über Binnenschifffahrtsfunk verfügen muss, hat die Ortsgrupe im Dezember 2006 mit einem Lehrgang begonnen. Die Wasserwacht Metten ist nun die erste Ortsgruppe im Landkreis, die diesen Funk führt.

Kurs für Radarpatent
Für die Prüfung Anfang März wird an drei Ausbildungstagen das nötige Wissen vermittelt, das ihnen Fritz Apfelbeck beibringt. Er ist übrigens derzeit das einzige Mitglied im Wasserwacht-Bezirk Niederbayern/Oberpfalz, das im Prüfungsausschuss tätig ist. 13 Teilnehmer kommen von der Wasserwacht Metten, zwei von der neu gegründeten Ortsgruppe Winzer. Im Frühjahr kommt für die Mitglieder noch ein Kurs für das Radarpatent dazu.

Der Inhalt der Funkausbildung umfasst allgemeine Bestimmungen über den Binenschifffahrtsfunk, wie die Genehmigung und das betreiben einer Funkanlage, die Abwicklung des Funkverkehrs sowie einige technische Grundlagen. An zwei Funkgeräten üben die Teilnehmer den praktischen Ablauf eines Funkverkehrs. Es müssen Richtlinien beachtet werden, dass ein Notruf, wenn Menschenleben gefährdet sind, Vorrang hat, vor einem Dringlichkeitsruf, etwa wenn ärztlicher Rat nötig ist. Die Abwicklung der Anrufe erfolgt auf verschiedenen Kanälen mit einer entsprechenden Meldung.

Donau-Anzeiger, 23. Januar 2007
 
»Fackelzug« in der Donau

Metten (cho). Mit feucht-fröhlichem Feuerzauber in und an der Donau begrüßte die Ortsgruppe der Wasserwacht am Dreikönigstag das neue Jahr.

Die Ankündigung der Rettungstaucher, erstmalig auch ein Fackelschwimmen zu veranstalten, war im Vorfeld mit ungläubigem Staunen aufgenommen worden. So lag ein Hauch von Spannung in der Luft, als ein Gruppe Kinder und Jugendlicher am Lagerfeuer die Fackeln entzündete und die Schwimmer Rainer Würzinger, Rudolf Ertl, Michael Schwarzmüller, Martin Plötz und Stefan Staudinger mit einem Fackelzug einige hundert Meter flussaufwärts bis zur Brücke geleitete. Von Johann Staudinger im Einsatzboot begleitet, schwammen sie mit lodernden Fackeln in der Hand durch die nachtschwarzen Fluten. Kräftiger Applaus und eine wärmende Gulaschsuppe, gestiftet von Sepp Mader Jun., erwartete die Neujahrsschwimmer am Bootssteg. Zusammen mit Nachwuchskräften hatte man zuvor schon den Nachmittag am Ufer verbracht und zur Freude der Kinder Bewegungsfahrten mit dem Einsatzboot durchgeführt.

Deggendorfer Zeitung, 10. Januar 2007
 
Fackelschwimmer stiegen in die Donau
Auftakt für neues Vereinsjahr bei der Wasserwacht Metten - Romantisches Lagerfeuer

Metten. (sut) »Erfrischend war´s«, meinten Unentwegte der Wasserwachtortsgruppe Metten, als sie bei vier Grad Wassertemperatur und Dunkelheit aus der Donau stiegen. Tauchanzüge ließen keine Zitterpartie daraus werden. Das Fackelschwimmen von Martin Plötz, Rainer Würzinger, Rudi Ertl, Michael Schwarzmüller und Stefan Staudinger von der Autobahnbrücke bis zur WW-Rettungsstation, am Ufer begleitet von Alt und Jung, gleichfalls im romantischen Flammenschein, stand als Auftakt füür ein neues Vereinsjahr 2007. Auch das übrige Programm bis hin zum Strömungstauchen ließ erkennen, dass die Verantwortlichen es immer aufs Neue schaffen, Leistungsfähigkeit und Begeisterung unter ihre Mitglieder zu bringen. Unter der Fahne des Bayerischen Roten Kreuzes integriert, zählt die Wasserwacht Metten im Schulterschluss mit der dominierenden Feuerwehr, zu den unentbehrlichsten Vereinen des unmittelbaren Helfens.

Plattlinger Anzeiger, 10. Januar 2007
 
[Das Jahr 2006 ...]

[Das Jahr 2005 ...]

[Das Jahr 2004 ...]
 
Leblose Frau auf Frachtschiff

Am Mittwoch, den 17.10.2007 alarmierte die Rettungsleitstelle um 11:07 Uhr die Wasserwacht per Meldeempfänger. Auf einem Frachtschiff, welches sich ca. 2 km unterhalb Mariaposching befand, wurde in der Küche eine 38-jährige Frau leblos aufgefunden. Bereits 4 Minuten später, um 11:11 Uhr, meldete sich die Ortsgruppe Metten am Funk einsatzbereit. Mit 5 Wasserwachtlern kam das Mettener Rettungsboot kurze Zeit später an der Einsatzstelle an. Sofort wurde mit der Reanimation begonnen, während der Notarzt von der Wasserwacht Waltendorf übergesetzt wurde. Mehrmals musste das Mettener Boot die Strecke zwischen Schiff und Mariaposching bewältigen, um beispielsweise die Feuerwehr mit der angeforderten Schleifkorbtrage zum Schiff zu bringen oder zusätzliche medizinische Geräte vom Rettungswagen zu holen. Nachdem der Notarzt den Tod der ca. 150 kg schweren Frau festgestellt hatte, musste die Leiche von der Küche zum Deck und anschließend ins Boot der Wasserwacht transportiert werden. Am Einsatz beteiligten sich außerdem die Wasserwacht Waltendorf und die Freiwillige Feuerwehr Metten.
 
Vermisstensuche auf der Donau

Um ca. 18:21 Uhr wurde die Wasserwacht am Montag, den 23.07.2007 über Meldeempfänger alarmiert. Mehrere Jugendliche, die am linken Donauufer badeten, hörten von der Insel ein Platschen und anschließend Hilferufe einer Frau. Zwei der jungen Leute sprangen ins Wasser und schwammen Richtung Insel, brachen das Vorhaben jedoch ab, als sie die starke Strömung der Donau verspürten. Nach weniger als 10 Minuten seit Alarmierung war das Rettungsboot der Mettener Wasserwacht mit 8 Mann Besatzung, fast zeitgleich mit der Deggendorfer Feuerwehr, vor Ort. Sofort wurden zwei Wasserretter abgesetzt, welche die Altwasserseite der Insel schwimmend absuchten. Zwei weitere Einsatzkräfte durchkämmten die Insel, während das Motorboot auf dem Fahrwasser nach der Vermissten Ausschau hielt. Nachdem weitere Boote der Wasserwachten Plattling, Hengersberg, Osterhofen und Deggendorf eingetroffen waren, wurde die maximal mögliche Abdrift berechnet und mit den Rettungsbooten eine Suchkette gebildet, um die Donau bis zur Insel zurück abzusuchen. Zeitgleich durchkämmte die Deggendorfer Feuerwehr mit einem Rettungshund die zweite Donauinsel und zwei Hubschrauber suchten abwechselnd aus der Luft nach der Vermissten. Nach ca. 1½ Std. wurde die Suchaktion erfolglos abgebrochen.
 
Zwei Einsätze innerhalb 45 Minuten, zweimal zu spät alarmiert

Am Sonntag, den 22.07.2007 um ca. 1:34 Uhr wurde die Wasserwacht über Meldeempfänger alarmiert. Die Meldung lautete: »Drei Personen im Hafenbecken Deggendorf in der Donau, eine Person vermutlich tot.« Nach ca. 2 Minuten meldete sich die Wasserwacht Metten bereits am Funk, weitere 3 Minuten später war das Rettungsboot bereit zum Auslaufen, als der Einsatz abgebrochen wurde. Wie sich später herausgestellte, war die Feuerwehr bereits vor Ort, die Wasserwacht wurde erst mit einer Verspätung von ca. 20 Minuten alarmiert. Außerdem waren keine Personen im Wasser, die leblose Person war auf einem Schiff, das geankert hatte und von Land aus nur sehr schwer zugänglich war. So mussten der Notarzt und das Rettungspersonal einen 600 Meter langen Fußmarsch zurücklegen, um das Schiff zu erreichen.
Nur kurze Zeit später, um ca. 2:15 Uhr kam es zu einem weiteren Zwischenfall an der Ohe bei Auerbach, der glücklicherweise mit nur leichten Verletzungen endete. Ein Zwanzigjähriger war in den Bach gestürzt, der durch die starken Regenfälle zu einem »reißenden Fluss« angewachsen war. Auch hier wurde die Wasserwacht mit den speziell ausgebildeten Wasserrettern erst nach ca. 20 Minuten alarmiert. Bereits bei der Anfahrt konnte die Wasserwacht Metten den Einsatz abbrechen, nachdem der junge Mann zum Glück gerettet wurde.
 
Jugendlicher kentert mit gestohlenem Ruderboot

Am Mittwoch, den 04.07.2007 wurde die Wasserwacht um ca. 17:30 Uhr alarmiert. Die Meldung lautete: »Kind oder Jugendlicher in Höhe Deggendorfer Werft in die Donau gestürzt«. Bereits nach 1 Minute war die Ortsgruppe Metten fertig zum Ausrücken. Das Motorboot der Wasserwacht traf mit vier Einsatzkräften ca. 7 Minuten nach der Alarmierung am Unfallort ein. Glücklicherweise konnte der 15-jährige sich mittlerweile selber an das Ufer retten. Laut Zeitungsbericht hatte der Jugendliche zuvor vom Ruderverein ein Boot entwendet und war kurze Zeit später in voller Kleidung gekentert, bevor Arbeiter der Deggendorfer Werft die Hilferufe hörten.
 
Schlaganfall auf Kreuzfahrtschiff

In der Nacht vom 07. auf 08. Juni um ca. 00:00 wurde die Wasserwacht über Meldeempfänger alarmiert. Ein Passagier einer amerikanischen Reisegesellschaft hatte einen Schlaganfall erlitten. Das Schiff war stromaufwärts auf Höhe Steinkirchen unterwegs, als der Notruf abgesetzt wurde. Die Wasserwacht Metten meldete sich nach ca. 5 Minuten am Funk. Kurze Zeit später war das Motorrettungsboot mit 6 Rettungskräften einsatzbereit. Nachdem über Schifffunk das Anlegemanöver mit dem Kapitän abgesprochen wurde, versorgten 3 Wasserretter den Patienten. Auf einem Spineboard wurde der Rentner auf das Boot der Wasserwacht Metten übernommen. Nachdem die Ehefrau sowie eine Dolmetscherin mit Hilfe einer Leiter ebenfalls umgestiegen waren, fuhr das Einsatzboot weiter nach Mariaposching, wo der Patient an den Notarztwagen übergeben werden konnte. Der Kapitän zeigte sich vom raschen Eintreffen des Rettungsbootes überrascht und bedankte sich bei der Wasserwacht für die vorzügliche Arbeit.
 
Kajakfahrer in Not

Am Sonntag, den 20.05.2007 war die Wachstation an der Donau bereits ab 09:00 Uhr besetzt. Gegen 13:30 Uhr kamen zwischen 10 - 15 Schüler des Kloster Metten mit ihren Kajak´s, um sich bei strahlendem Sonnenschein in die Fluten zu stürzen. Nachdem die Gruppe die Donau überquert hatte, übten die Paddler im ruhigen Altwasser mit ihren Booten, bevor sich die Gruppe stromaufwärts in Bewegung setzte. Ein Schüler kenterte jedoch unbemerkt und trieb, mit nur einem T-Shirt bekleidet, in der noch relativ kalten Donau ab. Der Paddler versuchte vergeblich, mit dem Kajak das Ufer zu erreichen, während stromaufwärts ein Kreuzfahrtschiff immer näher kam. Nach einem Hilferuf legte das Motorboot der Wasserwacht innerhalb weniger Sekunden ab. Beim langsamen Anfahren des Rettungsbootes sprangen drei Wasserretter über Bord und sicherten Schwimmer und Boot. Über die Bugklappe konnte der Schüler mit seinem Kajak mühelos aufgenommen werden. Die ganze Aktion war innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.
 
Leiche aus der Donau geborgen

Am Sonntag, den 11.03.2007 wurde die Wasserwacht um 13:25 Uhr über Meldeempfänger alarmiert. Zwischen Mettenufer und Steinkirchen wurde von Passanten eine im Wasser treibende Leiche entdeckt. Bereits wenige Minuten später hatten sich die Rettungskräfte an der Fahrzeughalle eingefunden und machten anschließend das Motorboot einsatzbereit. Um 13:37 Uhr war das Rettungsboot mit 6 Personen Besatzung unterwegs zur Einsatzstelle. In Höhe Sommersdorf stieg der Einsatzleiter Rettungsdienst in das Motorboot zu. Gemeinsam mit dem inzwischen eingetroffenen Polizeihubschrauber »Edelweiß« wurde die Wasseroberfläche abgesucht. Der Hubschrauber entdeckte schließlich an einer vom Land aus nicht zugänglichen Uferstelle den leblosen Körper. Dieser hatte sich im Gebüsch verfangen und wurde unter Wasser gedrückt. Zwei Wasserretter schwammen schließlich zu der Leiche und befreiten diese aus dem Geäst. Über die Bugklappe des Rettungsbootes konnte sie um 14:10 schließlich geborgen werden. Anschließend wurde der Leichnam unterhalb Steinkirchen am rechten Donauufer der Polizei übergeben. Es handelte sich um eine 74- jährige Frau, deren Kleidung man bereits einen Tag zuvor an der Donau bei Straubing gefunden hatte. Laut Aussage der Polizei stürzte sie sich wohl aufgrund einer Erkrankung in suizidaler Absicht in die Donau. An der Suchaktion beteiligte sich auch die Ortsgruppe Deggendorf. Die anderen Ortsgruppen der Kreiswasserwacht hielten sich in Bereitschaft.
 
Schon der zweite Einsatz

Bereits zum zweiten Mal wurde die Wasserwacht in dem erst begonnenen Jahr 2007 alarmiert. Am Montag, den 15.01.2007 um ca. 17:30 Uhr wurde die Kreiswasserwacht Deggendorf über Meldeempfänger angefordert. Eine Frau wurde beobachtet, wie sie in vermeintlich suizidaler Absicht bis über die Knie in der Donau stand. Bereits nach wenigen Minuten konnte die Wasserwacht Metten mit 6 Mann Besatzung ausrücken. Als Slipstelle wurde die Fährstelle in Niederalteich gewählt. Die Wasserwacht Metten war bereits an der angenommenen Unglücksstelle bei Mühlham angekommen, als der Einsatz abgebrochen wurde. Wie sich herausstellte, haben Angehörige die Frau bereits unverletzt nach Hause gebracht. Mit im Einsatz waren Boote der Feuerwehr Niederalteich, der Feuerwehr Deggendorf und der Wasserwacht Plattling.
 
Kalter Start ins neue Jahr

Das neue Jahr begann bereits am ersten Tag mit einem Einsatz. Am 01.01.2007 wurde die Wasserwacht um 07:17 Uhr von der Rettungsleitstelle über Meldeempfänger alarmiert. »Eine Person befindet sich auf Höhe des Wallner-Geländes in Deggendorf in der Donau«, so lautete die Meldung per Funk. Bereits 5 Minuten später, um 07:22 meldete sich die Wasserwacht Metten einsatzbereit. Ein Matrose eines Frachtschiffes, welches am Hafen festgemacht hatte, hörte einen Hilferuf und fand einen jungen Mann zwischen Schiff und Kai in der ca. 3 Grad kalten Donau vor. Der ungarische Schiffer warf dem 17-Jährigen sofort einen Rettungsring zu und befestigte diesen am Schiff. Die unmittelbar vor der Wasserwacht eingetroffenen Polizisten zogen den Verunfallten aus dem Wasser. Gemeinsam mit der Feuerwehr Deggendorf wurde der Verunfallte, der mittlerweile nicht mehr ansprechbar war, auf einem Spineboard der Wasserwacht gesichert und über die Kaimauer hoch zum wartenden Notarzt befördert. Der alkoholisierte und stark unterkühle Mann wurde ins Klinikum Deggendorf transportiert. Die Wasserwachtortsgruppen Plattling und Osterhofen, die sich zwischenzeitlich ebenfalls auf der Anfahrt befanden, konnten ihren Einsatz abbrechen.
 
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[Das Jahr 2005 ...]