Die Hauptaufgabe der Wasserwacht ist die Bekämpfung des Ertrinkungstodes sowie die Durchführung der damit verbundenen Maßnahmen:

-Durchführung des Wasserrettungsdienstes
-Abhalten von Schwimmkursen
-Aus- und Fortbildung von Rettungsschwimmern
-Mitwirkung beim Naturschutz, insbesondere beim Gewässerschutz
-Suche und Bergung von Ertrunkenen
-Bergung von Gütern, von denen eine Gefährdung für Menschen oder die Umwelt ausgehen kann
-Mitwirken in den Katastrophenschutzeinheiten des Bayerischen Roten Kreuzes
-Durchführung von Aufgaben, die der Wasserwacht von staatlichen oder kommunalen Behörden, Polizei oder Staatsanwaltschaft übertragen werden.
 
Unsere Vorstandschaft

Vorsitzender der Ortsgruppe Martin Plötz
Stellv. Vorsitzender der Ortsgruppe Christopher Helmbrecht
Technischer Leiter Stefan Staudinger
Jugendleiter Liesa Hartl
Stellv. Jugendleiterin Kathrin Staudinger
Kassenwart Andreas Müller
Schriftführer Josef Hartl
Beisitzer Johann Staudinger
Beisitzer Michael Schwarzmüller
Beisitzer Rainer Würzinger


Die Mitglieder der Vorstandschaft sind - sofern die persönlichen Adressen nicht bekannt sind - über den E-Mail-Kontakt der Wasserwacht Metten erreichbar:

infowasserwacht-metten.de

Der Web-Master wird die Nachricht unverzüglich an die entsprechende Person weiterleiten.
 
Wachstation und Bootssteg

  • Baujahr der Wachstation: 2000
  • Baujahr des Bootsstegs: 1993 (renoviert: 2006)
Einsatzfahrzeug VW-Transporter T4

  • Baujahr: 2000
  • 6 Sitzplätze
  • Allradantrieb mit Differentialsperre
  • Sanitäts- und Notfallausrüstung:
    - 2 Tauchausrüstungen + Ersatzflaschen
    - 1 Vollgesichtsmaske
    - Unterwasserscheinwerfer
    - 1 Funkgerät 4 m
    - 2 Funkgeräte 2 m - tragbar
    - 4 Automatikschwimmwesten
    - Eisrettungsschlitten (Wintersaison)
Arbeitsboot Wöss-Metall-Technik ABB 6700 KH

  • Baujahr: 2006
  • Einsatzort: Donau
  • Motor: Honda BF225-A6XU
    V6; 3471 cm³ Hubraum; 225 PS
  • Max. 10 Personen / 1500kg
  • Notfallausrüstung:
    - Suchscheinwerfer
    - Radar
    - Hydraulische Bugklappe
  • Bootstrailer:
    - Baujahr: 2006
    - 2000 kg zul. Gesamtgewicht
Aluminiumschale mit Außenbordmotor

  • Baujahr: 1997
  • Einsatzort: alle Gewässer
  • Länge: 4,2 m
  • Motor: Mercury 4-Takt-Außenbordmotor
    25 PS; Baujahr: 2014
  • Notfallausrüstung:
    - Suchscheinwerfer
    - Automatikschwimmweste
    - Echolot
  • Bootstrailer:
    - Baujahr: 2002
    - 550 kg zul. Gesamtgewicht
Anhänger mit technischer Ausrüstung

  • Baujahr: 1993
  • Kastenaufbau, 1200 kg zul. Gesamtgewicht
  • Notfallausrüstung:
    - Notstromaggregat 5,5 kVA
    - Stativ mit Scheinwerfer (3000 W)
    - Schlauchboot mit Zubehör
  • Ausrüstung für Unterwassersuche:
    - Markierungsbojen
    - Grundgewichte
    - Schleppstangen für Taucher
 
Auszüge aus der Chronik der WW - Metten

1962 Anfang der 60er Jahre machten sich einige Mettener Bürger bereits Gedanken, eine eigene Wasserwachtsortsgruppe ins Leben zu rufen. Bei einem Kameradschaftsabend der Wasserwacht Deggendorf im damaligen Cafe Mitterwallner wurde dann die Gründung endgültig beschlossen. Bei einem Treffen der Sanitätskolonne des BRK-Metten am 03. Oktober 1962 wurde mit Schützenhilfe einiger führender Männer der Wasserwacht Deggendorf die Ortsgruppe Metten gegründet. 9 Gründungsmitglieder ernannten Franz Kufner zum Ortsgruppenleiter. Mit stetem Zuwachs an Mitgliedern bemühte man sich, ein reges Vereinsleben aufzubauen. Training und Ausbildung waren von Anfang an wichtiger Bestandteil, um Wachdienst an den damaligen Badeoasen Mettens -der Donau und dem Stauweiher- zu leisten. Fleißig trafen sich die Aktiven in der Turnhalle fürs Trockentraining und einmal pro Woche fuhr man ins Hallenbad Deggendorf, um die erlernten Griffe im Wasser zu üben.

Zur ersten Vorstandschaft wurden ernannt:

Ortsgruppenleiter: Franz Kufner,
Stellvertreter: Karl Gaminek,
Schriftführer: Meinrad Achmüller, jun.,
Gerätewart: Wilhelm Gilch,
Kassier: Alfons Aichinger,
WW-Arzt: Dr. M. Achmüller,

1963 Das erste Boot, eine sog. Chiemseeplätte, wurde am 4. September von Frauenchiemsee nach Metten überführt.

1964 April: Für den Holzkahn (eine Chiemseeplätte) wird ein Motor angeschafft. Aus der sogenannten »Schwimmschule« wird ein kleines Mädchen gerettet.

1965 Im Januar wählte man eine neue Vorstandschaft, damals verfügte die Mettener Wasserwacht sogar über einen Propaganda-Chef, den Willi Gilch. Das Wahlergebnis:

1.Vorsitzender u. techn. Leiter: Karl Gaminek
2.Vorsitzender: Franz Kufner
Schriftführerin: Ria Köstlmeier
Kassier: Franz Lohmer
Gerätewart: Alois Radlbeck u. Willi Gilch

1967 An der Donau errichtete man die erste Wasserwachtshütte.

1969 März: Neuwahlen in der Klosterschänke.

1. Vorsitzender: Schmid Richard
2. Vorsitzender: Aichinger Alfons
Kassier: Lohmer Franz
Technischer Leiter. Leitl Gabriel
Schriftführer: Schmid Sabine
Beisitzer: Gaminek Karl und Fischer Herbert

1973 Das neuerbaute Freibad öffnete am 23. Juni seine Pforten und erste zahlende Gäste waren 2 Wasserwachtler, nämlich Kurt Bex mit Tochter Birgit. Eine neue Art Wachdienst begann.

1974 Januar: Die WW veranstaltet in der Klosterschänke einen Faschingsball
März: Neuwahlen in der Klosterschänke.

1. Vorsitzender: Leitl Gabriel
Technischer Leiter: Gloth Dieter
Naturschutz: Zelch Martin

1975 In den 70er Jahren war Metten bekannt für seine Faschingszüge. Von den Zuschauern sehr bestaunt wurde 1975 ein besonderes Schiff der Wasserwacht: der Dampfer wurde um den VW-Käfer von Johann Zelch herum gebaut.

1978 Drei Jahre später wurde ein neues Schlauchboot mit Außenbordmotor in Dienst gestellt. Es wurde auf den Namen des verstorbenen Mitgründers Karl Gaminek getauft. Die Gemeinde Metten überließ der Ortsgruppe einen Raum auf dem Freibadgelände, der als Bootsgarage dienen sollte. Von den Kameraden wurde dieses Boot mit dem Spitznamen »Leberkas« bedacht.

1979 Juli: Die Wasserwacht beteiligt sich mit 10 Mann beim Bau des Anlegesteges des 1. WSC Metten und erhält die Genehmigung, den Steg mitbenutzen zu dürfen.
November: Die Wasserwacht beteiligt sich am Winter- Langstreckenschwimmen in Passau.

1981 8. März: Die Ortsgruppe der Wasserwacht hielt bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus »Zum Freibad« unter der Leitung von Kurt Bex Rückschau auf die Tätigkeit der Wasserwacht seit dessen Amtsantritt 1976. Die Ortsgruppe Metten, die auch einen Stützpunkt in Bernried hat, betreut derzeit drei Stationen, die Freibäder Bernried und Metten sowie den Donaustrand.
Derzeit zählt die Ortsgruppe 68 Miglieder, davon sind 39 Aktive in Metten und 16 Aktive in Bernried tätig, ferner zählen dreizehn passive Mitglieder dazu. 19 Herren und fünf Damen sind zu Rettungsschwimmern ausgebildet. Vier Mitglieder besitzen den Lehrschein, acht sind ausgebildete Sanitäter der Stufe I und fünf sind Bootsführer.

11. April: Dass die Mettener Wasserwacht nicht nur Beckenwache und Schwimmkurse abhalten kann, bewiesen am letzten Samstag mehrere Mitglieder der Ortsgruppe Metten. Sie trafen sich unter der Leitung von Thomas Hagl und Franz Mader, um mit vereinten Kräften eine verwahrloste Waldmulde bei Metten von Unrat zu befreien.
Wenn man diese Sachen so sieht, angefangen von alten Waschmaschinen, Wäscheschleudern, Fahrrädern, bis hin zu Autoreifen, Stoßstangen und alten Sesseln, glaubt man fast, in Metten hätte es noch nie eine Sperrmüllabfuhr gegeben.

1982 Das erste Kajüt-Boot kam 1982 nach Metten und der Marktrat bot eine größere Unterstellmöglichkeit für Boot und Ausrüstung an.

2. Juni: »Markt Metten« heißt das neue Rettungsboot der Wasserwacht Metten, das Bürgermeister Anton Gilch am Sonntag am Donauufer bei Metten stilecht mit Sekt taufte. Vorsitzender Bex Kurt gab danach einige technische Details des Bootes, das einen Wert von 50.000 DM hat, bekannt.

1984 Mai: Die Wachstation an der Donau wird mit Zinkblech neu eingedeckt und die Terasse geteert.
Oktober: Die Ortsgruppe erhält einen neuen Motor, einen Yamaha mit 75 PS. Auch wurden Nistkästen gebaut und an ihren Bestimmungsorten aufgehängt.

1985 Januar: Der Winter schlug mit -27° Grad Celsius zu. Die Donau wurde zum Tummelplatz vieler Spaziergänger.

»Seit mehr als 20 Jahren hat es keinen so festen Eisstoß gegeben wie heuer. Dies veranlaßte an den letzten beiden Wochenenden viele Spaziergänger, Schlittschuhfahrer und Eistockschützen, auf die Donau zu gehen. Der rege Betrieb auf dem Donaueis veranlaßte auch die Wasserwacht-Ortsgruppe, an den letzten beiden Wochenenden von ihrer Station aus die Spaziergänger im Auge zu behalten. So leisteten an dem einen Sonntag vier und eine Woche später sechs Wasserwachtler laut Wachbuch insgesamt 48 Stunden Dienst. An der Stationshütte der Wasserwacht standen alle nötigen Rettungsgeräte zur Verfügung und man konnte sich auch, wenn man zu stark durchgefroren war, aufwärmen. Die Wasserwacht stellte die Stationshütte zum Katastrophenschutz auch anderen Hilfsorganisationen zur Verfügung.«

1986 16. Februar: Die Vorstandschaft der Wasserwacht traf sich in der Klosterschänke. Thema: Fahnenweihe 25-Jahre WW Metten, ja oder nein? Nach einer sachlichen Diskussion wurde abgestimmt: 50% Nein, 37,5% Ja, 12,5% Enthaltung. Begründung der Ablehnung: Kosten zu hoch, sparen und eventuell zum 30. Gründungsfest der WW eine Fahnenweihe, jetzt sich verstärkt der Jugendarbeit zuwenden.

14.-16. August: Die Ortsgruppe Metten unternimmt ein Zeltlager für die WW-Jugendgruppe am Höllensteinsee. 28 Kinder aus Metten, Offenberg und Bernried, betreut von sieben Erwachsenen unter der Leitung von Josef Aschenbrenner und Staudinger Johann, jun. erlebten ein paar ungetrübte Tage bei herrlichem Wetter. Der Dank: Helle Begeisterung!

1987 8. August: Pech für die Verantwortlichen der Wasserwacht, die schon zweimal das Badfest im Freibadgelände wegen des schlechten Wetters verschieben mußten. Diesmal wurde am Freitag die Veranstaltung endgültig abgesagt.
Im gleichen Jahr wurde wegen zu hohem Wasserstand der Donau auch das Donauschwimmen im Juni abgesagt.

1988 Februar: Neuwahlen im Gasthaus Lehner.

1. Vorsitzender. Johann Staudinger
2. Vorsitzender Andreas Müller
Technischer Leiter: Rudolf Ertl
stellv. TL: Thomas Hagl
Arzt : Dr. Nicole
Kassier: Gabriel Leitl
Schriftführer: Andreas Müller

Juni: Die Ortsgruppe trifft Vorbereitungen für die Gründung einer Tauchergruppe.

1989 Eigene Taucher in der Ortsgruppe zu haben, war schon lange im Gespräch. Die Vorbereitungen zur Aufstellung einer Tauchgruppe liefen 1989 an. Heute sind 4 Taucher abrufbereit.

1990 1. September: Am 1.September traf sich die Wasserwacht Metten zu einem traurigen Ereignis. Dem am 28. August verstorbenem Hans Cefelin wurde die letze Ehre erwiesen. Hans Cefelin war ein langjähriges Mitglied, das unzählige Stunden der Wasserwacht opferte. Sein Verlust wird eine große Lücke in der Ortsgruppe hinterlassen, doch die vielen von ihm ausgeführten Arbeiten werden noch lange Jahre an das Ehrenmitglied erinnern.

1991 15. August: Da am 3. August unser Badfest sprichwörtlich »ins Wasser fiel« konnten wir an diesem sonnigem Feiertag einen Besucherrekord verzeichnen. Mit 29 fleißigen Helfern bewältigten wir den enormen Arbeitsaufwand den Badfest und unser 1. Mettener Gaudischwimmen mit sich brachten.

1992 17. Oktober: Mit einem gelungenen Festprogramm feierten wir unser 30-jähriges Bestehen. Nach dem Kirchenzug mit Gedenkgottesdienst formierte sich ein Fackelzug und zog zum Gasthof Lehner. Beim anschließenden Festakt begrüßte Ortsgruppenleiter Johann Staudinger zu Beginn die Nachbarvereine, die Vertreter des BRK mit Herrn Landrat Dr. Georg Karl, als BRK-Kreisvorsitzenden, Herrn Bezirksleiter Peter Burger, Herrn Abteilungsleiter Reinhard Leuschner sowie Herrn Bürgermeister Ludwig Schmid.
Viele treue Mitglieder und unentbehrliche Helfer der Wasserwacht Metten wurden an diesem Tag geehrt. Mit einem gemeinsamen Abendessen und anschließendem Tanz und gemütlichem Beisammensein klang dieser wundervolle Tag aus.

1993 Februar: Neuwahlen im Gasthaus Lehner.

1. Vorsitzender. Martin Plötz
2. Vorsitzender Alfons Funk
Technischer Leiter: Rudolf Ertl
stellv. TL: Helmut Ketzer
Jugendleiter: Irene Zelch
stelv. Jugendleiter: Astrid Dankesreiter
Arzt : Dr. Nicole
Kassier: Andreas Müller
Schriftführer: Maria Mühlbauer
Beisitzer: Johann Staudinger
Naturschutzwart: Anton Amann

Die Bootsgarage wurde in Eigenleistung nochmals vergrößert, da die Mettener Wasserwacht nun über eine Schnell-Einsatz-Gruppe verfügte. Um die benötigten Gerätschaften unterbringen zu können, stehen zum jetzigen Zeitpunkt ca. 150qm zur Verfügung. Außerdem begann man mit dem Bau eines Bootsanlegesteges.

1994 Mai: Der Bootssteg wird fertiggestellt und in die Donau eingebracht.

Juli: Die Ortsgruppe erhält ein neues Rettungsboot, einen Crestliner Sabre 205, welches am 2. Oktober auf den Namen Hans Cefelin getauft wird.

»(...) Zur Taufe des Bootes kamen auch Ehrengäste zur Station an der Donau: BRK-Kreisvorsitzender Landrat Dr. Georg Karl, BRK-Kreisgeschäftsführer Simon Geim, vom Bezirksverband der stellv. Technische Leiter Johann Staudinger, Bürgermeister Ludwig Schmid und Marktgemeinderäte. Martin Plötz, Leiter der Ortsgruppe, hieß auch eine Schar von Zaungästen und P. Thomas Winter OSB willkommen, der die Taufe des neuen Bootes vornahm und um den Segen Gottes bat. Herzlich begrüßt wurde Taufpatin Ingrid Murr aus Metten. (...) Die Beschaffung sei nicht einfach gewesen, es mußten einige Hürden genommen werden, man sei aber vielerseits großartig unterstützt worden. So dankte Plötz allen, die tatkräftig Hilfe gewährten wie das Innenministerium, der Markt Metten und der Förderverein der Wasserwacht. (...) Ingrid Murr taufte das Boot der Wasserwacht auf den Namen »Hans Cefelin«. Der verstorbene Namensgeber war langjähriges Mitglied der Mettener Wasserwacht. (...)« [Deggendorfer Zeitung]

1997 Februar: Neuwahlen im Gasthaus Lehner.

1. Vorsitzender. Martin Plötz
2. Vorsitzender Helmut Ketzer
Technischer Leiter: Rudolf Ertl
stellv. TL: Jochen Zelch
Jugendleiter: Irene Zelch
stelv. Jugendleiter: Astrid Dankesreiter
Arzt : Dr. Nicole
Kassier: Andreas Müller
Schriftführer: Maria Mühlbauer
Beisitzer: Johann Staudinger
Naturschutzwart: Anton Amann

Mit 253 Mitgliedern ist Metten derzeit die größte Ortsgruppe im Landkreis. Die Ortsgruppe beschafft für die SEG eine Aluschale und ersetzt den mittlerweilen altersschwachen »Leberkäs« aus dem Jahr 1978.

1998 4. April: Die Deggendorfer Werft- u. Eisenbau GmbH läßt die »Delphin Queen« vom Stapel laufen. Taucher aus Metten und Plattling begutachten in einer Übung anschließend den Unterwasserteil des Schiffs.

16. August: Zum ersten Mal seit 25 Jahren ist das Freibad Metten wegen eines technischen Defekts während der Badesaison für mehrere Tage geschlossen.

18. September ´98: Um für den Mettener Weihnachtsmarkt wieder mit Apfelmost ausgerüstet zu sein, trifft sich eine kleine Gruppe unter der Führung von Johann Staudinger jun. zum Äpfel sammeln. Am nächsten Tag werden an der Presse des Obst- und Gartenbauvereins Metten die Früchte ausgepresst.

28. Oktober: Die Wasserwacht Metten bekommt für die Aluminium-Schale einen neuen Honda-Außenbordmotor.

1999 22. Mai: Der Pegel der Donau steigt langsam zum Jahrhunderthochwasser an. Während die Schäden im Landkreis Deggendorf relativ gering blieben, wurde in 10 Landkreisen in Bayern Katastrophenalarm ausgelöst.

2000 17. September: Doppelter Grund zum feiern - Wasserwachtler weihen Wachstation und ihr neues Rettungsfahrzeug ein.
»Metten (cas). Gleich doppelten Grund zur Freude hatte die Mettener Wasserwacht am vergangenen Sonntag (17. September 2000). Sowohl die kürzlich fertiggestellte Wachstation als auch ein neues Rettungsfahrzeug wurden eingeweiht und mit dem Segen beider christlichen Konfessionen versehen.
Der Vorsitzende der Wasserwacht Metten, Martin Plötz, hob hervor, dass es für beide Neuanschaffungen höchste Zeit gewesen sei. Die alte Rettungsstation war vor 18 Jahren vom Wasserwirschaftsamt Deggendorf übernommen worden. Der Holzschuppen habe nicht mehr den Anforderungen einer modernen Rettungsstation entsprochen. In 1000 Arbeitsstunden hatten die Mitglieder der Wasserwacht Metten das neue Gebäude nach dem Abriss des alten Schuppens im März diesen Jahres, in ehrenamtlicher und unentgeltlicher Arbeit errichtet. Es seien lediglich Materialkosten in Höhe von 22.000 Mark für den Rettungszweckverband angefallen.
Für die zahlreichen Radwanderer, die gerne in Metten Station machen würden, und für die vielen Wassersportler sei die neue Rettungsstation dringend notwendig gewesen. Ebenfalls dringend notwendig gewesen sei die Anschaffung eines neuen Rettungsfahrzeuges. Dabei sei es gar nicht leicht gewesen, das Bayrische Rote Kreuz davon zu überzeugen, dass für die Mettener Wasserwacht ein VW-Transporter besser sei als der vom BRK bevorzugt angeschaffte Mercedes-Transporter. Letzterer würde nicht in die vom Markt Metten kostenlos zur Verfügung gestellten Garage beim Freibad passen.
Von den 60.000 Mark Anschaffungskosten hat die Ortsgruppe Metten 15 Prozent selbst beigesteuert. Vor allem für die Rettungstaucher stellt der Einsatzwagen eine enorme Verbesserung gegenüber dem früheren Fahrzeug dar. Im neuen Gefährt können bereits bei der Anfahrt alle notwendigen Vorbereitungen für den Einsatz getroffen werden, was wertvolle und manchmal lebensrettende Zeit einspart.
Pater Paul vom Kloster Metten und der evangelische Krankenhauspfarrer Manfred Loibl weihten in einer ökumenischen Feier Fahrzeug und Rettungsstation ein, wobei aufgrund der schlechten Witterung in ein bereitgestelltes Zelt ausgewichen wurde. Pfarrer Loibl zeigte sich besonders erfreut darüber, dass sich die Wasserwacht nicht nur auf fachliches Wissen und Können, sondern auch auf den Segen Gottes verlassen wolle.
Die zahlreichen Festredner, MdL Bernd Sibler, stellvertretender Landrat Michael Geier, stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender und Bürgermeister von Hengersberg Werner Bachmeier, Mettens Bürgermeister Ludwig Schmid und Bundesvorsitzender Christoph Franzek waren sich einig, dass die Wasserwacht einen nicht hoch genug zu bewertenden Ehrendienst am Nächsten verrichtet. Es sei nicht selbstverständlich, dass Mitglieder der Wasserwacht in Freibädern, Seen und Flüssen unentgeltlich auf das Leben ihrer Mitmenschen achten.
Abschließend wurden einige verdiente Mitglieder der Wasserwacht Metten für ihre Verdienste geehrt. Zu Ehrenmitgliedern aufgrund außergewöhnlicher und besonderer Verdienste wurden Kurt Bex und Gabriel Leitl, letzterer krankheitsbedingt entschuldigt, ernannt. Die silberne Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft erhielt Johann Staudinger.« [Deggendorfer Zeitung]

2001 Februar: Neuwahlen im Gasthaus Lehner.

1. Vorsitzender: Rainer Würzinger
2. Vorsitzender: Johann Staudinger
Technischer Leiter: Andreas Sträußl
stellv. TL: Martin Furstner
Jugendleiter: Rudolf Ertl
stelv. Jugendleiter: Evi Staudinger
Kassier: Andreas Müller
Schriftführer: Birgit Schafhauser
Naturschutzwart: Anton Amann
Beisitzer: Martin Plötz

21. April: Der Bootssteg wird überholt und kleinere Reparaturen durchgeführt, um in eine Woche später in die Donau einzubringen. Das Motorboot folgt am 01. Mai und ist somit wieder sofort einsatzbereit.

2002 Im Herbst beschafft die Ortsgruppe einen Eisrettungsschlitten um für die kommende Wintersaison gerüstet zu sein.

2003 Nachdem der Landgang des Bootsanlegesteges defekt ist wird dieser durch eine Konstruktion aus Edelstahl ersetzt.

2004 10. Februar: Nach 29 Jahren findet in Metten wieder ein Faschingsumzug statt, an dem sich auch die Wasserwacht mit einem Fahrzeug (Donau-Maut-Station) beteiligt. Des weiteren betreibt die WW einen Getränkestand, eine Schneebar und stellt den Sanitätsdienst.

12. September: Beschaffung eines Schlauchbootes vom Typ »Rescue« der Firma Grabner durch den Förderverein WW-Metten e.V. Das 3800€ teuere Schlauchboot dient in erster Linie zur Förderung der Jugendarbeit, ist jedoch auch für Hochwasser- und Kathastropheneinsätze geeignet.

2005 19. Februar: Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Gasthaus Lehner.

Vorsitzender: Martin Plötz
stellv. Vorsitzender: Michael Schwarzmüller
Technischer Leiter: Stefan Staudinger
stellv. Technischer Leiter: Rudolf Ertl
Kassenwart: Andreas Müller
Jugendwart: Rudolf Ertl
stellv. Jugendwart: Evelyn Staudinger
Naturschutzwart: Anton Amann
Schriftführer: Maria Mühlbauer
Beisitzer: Johann Staudinger

10.April: Todestag von Anton Amann (Naturschutzbeauftragter)
»Toni war seit 1994 aktives Mitglied bei der Wasserwacht Metten und auch Gründungsmitglied des 1994 gegründeten Fördervereins. Seine Verbundenheit mit der Natur machte ihn bald zu unserem Naturschutzwart und ließ ihn insbesondere mit unserer Jugendgruppe zahlreiche Ausflüge ins Umland unternehmen. Aber er war auch bei allen anderen Aktivitäten der Ortsgruppe rege beteiligt: ob Jugendzeltlager, der Bau der neuen Wachstation an der Donau oder auch der Weihnachtsmarkt - wir alle werden gerne an viele gemeinsam verbrachte Stunden zurückdenken, die durch seinen einzigartigen Einfallsreichtum und seinen immerwährenden Erfindergeist zu unvergleichlichen Erlebnissen geworden sind. Ich spreche nicht nur für mich persönlich, wenn ich sage, dass wir heute nicht nur um einen Kameraden, sondern um einen guten Freund trauern.
Wir werden Dich nicht vergessen, ruhe in Frieden. «
Martin Plötz (Vorsitzender)

2006 10.-11. Februar: Katastrophenalarm in Ostbayern.
Nach den massivsten Schneefällen seit Jahrzehnten herrschten im Landkreis zum Teil chaotische Verhältnisse. Kleinere Ortschaften oder abgelegene Bauernhöfe waren von der Aussenwelt abgeschnitten. Lagerhallen waren durch das Gewicht der Schneemassen eingestürzt und viele Dächer drohten unter der Last von zum Teil mehr als zwei Meter hohen Schnee einzubrechen. Am Freitag, den 10.02.2006 wurde schließlich der Katastrophenalarm ausgerufen. Feuerwehren, THW, BRK, Bundespolizei, Bundeswehr und andere Hilfsorganisationen aus ganz Deutschland versuchten im Wettlauf mit der Zeit, bedrohte Gebäude vom Schnee zu befreien. Auch die Wasserwacht Metten beteiligte sich an den Hilfsaktionen. Nach der Alarmierung um ca. 09.00 Uhr wurde mit unserem Allradfahrzeug ein Krankentransport durchgeführt. Anschließend halfen unsere Einsatzkräfte, ein einsturzgefährdetes Gebäude auf der Rusel vom Schnee freizuschaufeln. Um ca. 22.30 Uhr konnte an diesem Tag der Einsatz beendet werden. Am Samstag, den 11.02.2006 wurde unser Fahrzeug ab ca. 07.30 Uhr wieder besetzt. Nach einer sanitätsdienstlichen Absicherung einer Einsatzstelle griffen am Nachmittag unsere Wasserwachtler erneut zur Schneeschaufel, um bei zwei weiteren Wohnhäusern das Dach zu entlasten. Erst am Sonntag, nachdem sich die Lage etwas entspannt hatte, wurde der K - Fall aufgelöst. Während ein Teil der Helfer ihre Heimreise vom bayerischen Wald ins Bundesgebiet antraten, waren Bundeswehr und örtliche Hilfsorganisationen noch ein paar Tage länger beschäftigt.

14. Februar: Todestag von Franz Kufner, Gründungs- und Ehrenmitglied
1962 wurde die Wasserwacht Ortsgruppe Metten gegründet. Franz Kufner war nicht nur Gründungsmitglied, sondern auch der erste Vorsitzende unserer Ortsgruppe. Über viele Jahre hindurch leistete er der Wasserwacht treue Dienste und wurde dafür im Jahr 1999 mit der höchsten Auszeichnung, dem »Ehrenzeichen in Gold« ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde er zum Ehrenmitglied der Ortsgruppe ernannt. Bis zum heutigen Zeitpunkt war der Franz insbesondere für unsere jüngere Generation immer ein Vorbild, denn er absolvierte im Sommer fast täglich sein Schwimmtraining im Mettener Freibad und war bei jedem Donauschwimmen mit dabei. Wir verlieren in ihm einen treuen Kameraden und Freund und werden ihn stets in guter Erinnerung behalten.
Ruhe in Frieden.

17. Februar: Unser Bootssteg wurde von einer treibenden Eisscholle einfach weggerissen. Nachdem Tage zuvor Katastrophenalarm wegen massiver Schneefälle herrschte, ließen nun Regenfälle den Pegel der Donau stark ansteigen. Während um die Mittagszeit noch alles in Ordnung war, bemerkten wir um ca. 16.00 Uhr, dass der Steg nur noch an einem Sicherungsseil 10 Meter stromabwärts hing. Die zwei 11 mm starken Stahlseile, welche stromaufwärts verankert waren, wurden einfach abgerissen. Der Landgang aus massivem Edelstahl war von der uferseitigen Befestigung abgebrochen und stark deformiert worden. Die Bergung gestaltete sich äußerst schwierig. Zunächst wurde der Bootssteg mit zusätzlichen Seilen gesichert, bevor er durch Taucher begutachtet wurde. Um vom Ufer möglichst nahe an den Steg zu kommen, musste ein Radlader erst meterhohe Schneeberge versetzen, bevor ein LKW mit schwerem Ladekran den Steg mit anhängendem Landgang bergen konnte. Um ca. 20.30 Uhr konnte die Aktion erfolgreich beendet werden.

3. Oktober: Die Wasserwacht Metten freut sich über zwei neue Rettungstaucher
Einmal im Jahr führt der Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz eine Prüfung für Rettungstaucher durch. Ungefähr eineinhalb Jahre dauert die Ausbildung, bevor diese mit einer zweitätigen Prüfung endet. Zuvor müssen jedoch etliche Voraussetzungen erfüllt werden. Einen gesundheitlichen Eignungstest durch einen Tauchmediziner, das Rettungsschwimmabzeichen, eine Sanitätsgrundausbildung sowie einen abgeschlossenen Lehrgang zum Wasserretter müssen die Tauchanwärter vorweisen, bevor es ans Tauchen geht.
Nachdem die Prüflinge ihr theoretisches Wissen unter Beweis stellen mussten, fand der praktische Teil am Steinberger See in der Oberpfalz statt. Hierzu waren ca. 30 Wasserwachtler aus zwei Regierungsbezirken angereist. Die zukünftigen Rettungstaucher mussten Gegenstände bergen, einen verunglückten Taucher aus ca. 20 Metern Tiefe retten, Unterwasserarbeiten durchführen und noch viele weitere Übungen unter den strengen Augen der Prüfer absolvieren, bevor das Zertifikat »Rettungstaucher« ausgehändigt wurde. Endlich konnten die Mettener Wasserwachtler ihren Kameraden Stefan Staudinger und Michael Schwarzmüller zur bestandenen Prüfung gratulieren.

7. Oktober: Die Wasserwacht rettet künftig mit »Anton« - Segnung und Bootstaufe am Donauufer - Neues Rettungsboot nach dem verstorbenen Anton Amann benannt
Metten (cho). Als gutes Omen wertete Bernd Sibler in seiner Funktion als BRK-Kreisvorsitzender den leichten Nieselregen beim Festakt anlässlich der Segnung und Taufe des neuen Rettungsbootes der Mettener Wasserwacht: »Wenn ein Boot zur Taufe von der Seite, von unten und von oben nass wird, dann kann ansonsten nicht mehr viel schief gehen.« Schon aus Erfahrung vorgewarnt (»Bei uns regnet´s immer, wenn etwas eingeweiht wird«), hatten die Wasserwachtler rechtzeitig ein gemütliches Zelt mit Büfett und Getränkeausgabe für die vielen hochkarätigen Ehrengäste am Donauufer aufgestellt.
In einem Rückblick schilderte der 1. Vorsitzende Martin Plötz, warum die Ortsgruppe vor über zwei Jahren den Kauf eines Bugklappenboots als Ersatz für das alte Spportboot beantragt hatte, und welche Anstrengungen mit den intensiven Bemühungen um die Finanzierung und die Einflussnahme auf Detailfragen bei der Zusatzausstattung verbunden waren. »Bei dem alten Boot mussten wir aufgrund der Bauart immer wieder feststellen, dass das Retten einer Person genauso schwierig war, wie das Aus- und Einsteigen von Tauchern oder das Anfahren im flachen Wasser«, erinnerte sch Plötz und betonte: »Deshalb ist es eine Ehre und Freude, nun ein speziell für unsere Bedürfnisse konstruiertes Rettungsboot in den Dienst zu nehmen.«
Schnell einig geworden sei man sich auch bei der Namensgebung, sagte der Vorsitzende. Da wohl kaum ein anderes Mitglied der Ortsgruppe so sehr mit der Donau verbunden gewesen sei, wie der im letzten Jahr verstorbene Naturschutzwart und engagierte Jugendbetreuer Anton Amann, wurde das Boot von dessen Ehefrau Therese Amann und Katharina Plötz im Beisein von Landrat Christian Bernreiter, MdL Bern Sibler und Bürgermeister Radlmaier unter den Augen der vielen Ehrengäste auf den Namen »Anton« getauft. Den kirchlichen Segen erteilte Pfarrer Pater Eberhard Lorenz dem Rettungsboot, »das allzeit bereit steht für Menschen, die in Not geraten«.
Zurück im Zelt, erhob die Festgesellschaft feierlich die Sektgläser auf »Anton« und stieß gemeinsam auf »allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel« an.
Richtigerweise müsse es allerdings "eine Handbreit Wasser unter dem Sporn" heißen, stellte Helmut Köhler vom Landesverband klar. Der Fachmann sparte nicht mit Lob für die Atmosphäre in der »kleinen, aber feinen Ortsgruppe«:»In so einer Harmonie versetzt man Berge.«
Dem schloss sich Landrat Christian Bernreiter an. Als ehemaliger Aktiver mit Bootsführerschein bei der Wasserwacht Hengersberg erinnere er sich noch gut an seine »weichen Knie«, so Bernreiter, als es im Hochwasserjahr 2002 hieß, ein Rettungsboot sei beim Absuchen der Deiche nach Biberschäden gekentert. Nicht zuletzt deshalb bezeichnete er die Anschaffung eines Flächenradars, an dem sich der Landkreis mit einem bescheidenen Beitrag beteiligt habe, als äußerst wichtig.
Da der Tod durch Ertrinken bedauerlicherweise noch immer eine häufige Todesursache sei, unterstrich Bürgermeister Erhard Radlmaier die Notwendigekeit der Bereitstellung von gutem Gerät zur Hilfestellung und dankte dem geschulten Personal der Ortsgruppe besonders für die vorbeugende Tätigkeiten mit vielen Schwimm- und Rettungskursen.
Von allen neun Ortsgruppen des Deggendorfer Kreisverbands der Wasserwacht, die für den besonders gefährlichen 48 Kilometer langen Streckenabschnitt der Donau von Irlbach bis Hofkirchen zuständig seien, seien die sehr gut ausgebildeten Mettener bei allen Einsätzen immer als Erste mit zur Stelle gewesen, so Kreisvorsitzender Reinhard Leuschner. Deshalb habe man den Wunsch der Ortsgruppe nach einem zweckmäßigen und robusten Arbeitsboot sofort wohlwollend unterstützt. Mit der Bitte, die bestens ausgerüstete Mannschaft in Zukunft im Alarmfall besser einzubinden, wandte sich Leuschner an die anwesenden Vertreter der Polizei, HK Helmut Wittmann, sowie der Wasserschutzpolizei, HK Ludwig Prem und Horst Bublitz.
Die Verleihung der silbernen Ehrennadel des BRK an Werner Paukner und Rudolf Ertl für 25-jährige Treue und Mitarbeit bei der Wasserwacht sowie die Vorführung von Standardrettungssituationen mit dem nagelneuen Rettungsboot verfolgten als Ehrengäste außerdem Nikolaus Walther, Bürgermeister von Offenberg, Siegfried Böhringer vom Bezirksverband der Wasserwacht, Simon Geim, Kreisgeschäftsführer des BRK, der Deggendorfer Stadtbrandinspektor Alois Schraufstetter, der österreichische Hersteller Josef Wöss und etliche Mettener Marktgemeinderäte.
Dank für die Finanzierung des Boots ging an den Markt Metten, die Gemeinde Offenberg, den Landkreis Deggendorf, den BRK-Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz, die Firmen Interpane und HB Feinmechanik, die Sparkasse, den Förderverein der WW Metten und an die vielen Spender kleinerer Beträge.


2009 28. Februar: Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Gasthof »Zum Kloster«.
Vorsitzender: Martin Plötz
stellv. Vorsitzender: Michael Schwarzmüller
Technischer Leiter: Stefan Staudinger
stellv. Technischer Leiter: Christopher Helmbrecht
Kassenwart: Andreas Müller
Jugendwart: Liesa Hartl
stellv. Jugendwart: Katrin Staudinger
Schriftführer: Maria Mühlbauer
Beisitzer: Johann Staudinger
Beisitzer: Ertl Rudolf

26. August: Mit dem Trettboot durch Bayern.
Der Moderator Wolfgang Leikermoser von Antenne Bayern hat es sich zum Ziel gesetzt, in nur 10 Tagen die Strecke Bamberg - Passau mit dem Tretboot zurückzulegen. Begleitet wurde er dabei von zwei Wasserwachtlern, einer davon ist Mitglied der OG Metten. Als das Tretboot schließlich am 8. Tag die Donau bei Metten passierte, wurde es von Piraten überfallen. Die Mettener Wasserwacht hatte hierzu ein Schlauchboot kurzerhand zum Piratenboot umgerüstet. In landesüblicher Tracht (Lederhose und Dirndl) und mit Dreschflegl bewaffnet musste sich der Moderator schließlich ergeben und wurde an die Wasserwacht-Station in Metten verschleppt. Nach einem herzlichen Empfang durch die Bevölkerung und einer kräftigen Brotzeit konnte er nach ca. einer Stunde seine Reise in Richtung Deggendorf fortsetzen. In einem waren sich das „Antenne Bayern Team“ und die „Wasserwacht Metten“ einig: Der Nachmittag war eine Riesengaudi...
Oktober: Drei neue Rettungstaucher
Einen bewusstlosen Taucher aus dem Wasser retten, Tote bergen oder unter Wasser arbeiten - dass sie diese und weitere Aufgaben beherrschen, bewiesen drei Tauchanwärter aus der BRK-Kreiswasserwacht Deggendorf bei ihrer Prüfung zum Rettungstaucher. Ende Juli hatten Tobias Vogl, Christopher Helmbrecht und Korbinian Hartl bereits den theoretischen Teil der Prüfung mit Fragen zu Tauchphysik, Navigation, Tauchgangsberechnungen, Gefahren und Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Tauchunfällen in Cham absolviert und konnten somit zusammen mit Tauchausbilder Christian Reisinger und Stefan Staudinger zum Praxis-Test an den Steinberger See bei Schwandorf aufbrechen. Etliche Tauchprüfer der Wasserwachten aus dem gesamten Bezirk Niederbayern/Oberpfalz wurden für den Tag der Prüfung zusammengezogen und fungierten während der Tauchgänge als Beobachter, Prüfer, Teampartner und Opfer. Besonderes Augenmerk legten die Prüfer darauf, dass die drei Taucher auch unter Stress ruhig und besonnen agierten.

2010 22. April: Neuhausener erwischen Anntene Bayern beim Maibaum stehlen Wasserwacht und Feuerwehr legen Wolfgang Leikermoser die Büßerglocke um den Hals
Da gehört schon mehr dazu, wenn Münchner mitten in Niederbayern einen Maibaum stehlen wollen: Keine Chance hatte das Team des Radiosenders Antenne Bayern in der Nacht auf gestern in Neuhausen. „Ich werde nie wieder in Neuhausen einen Maibaum stehlen.“ Mit einem Megafon ausgestattet, und mit einer großen Kuhglocke quasi als Büßerglocke musste Moderator Wolfgang Leikermoser gestern durch Neuhausen zeihen und immer wieder den Satz aufsagen. Nachdem sie die Radiomacher in flagranti erwischt hatten, drehten die Neuhausener einfach den Spieß um und entführten den Moderator. Erst als die auferlegte Buße erfüllt war und die Neuhausener ihren Spaß hatte, durfte Leikermoser wieder zurück nach München. Martin Plötz hatte den Braten schon gerochen, als er in Neuhausen einen Mini mit Münchner Kennzeichen entdeckte, dessen Insassen sich auffällig für das Betriebsgelände von Mühlbauer Bau intetessierten. In der Firma des 2. Bürgermeisters Karl Mühlbauer lagert die Feuerwehr seit Jahren ihren Maibaum. Plötz als Vorstand der Mettener Wasserwacht – die dem Leikermoser schon einmal übel mitspielte – weihte ein paar Vereinskameraden ein und machte sich dann auf den Weg zur Feuerwehr. „Nix Genaues haben wir nicht gewusst, aber wir haben uns auf die Lauer gelegt“, erzählt Plötz. „Die hatten keine Chance“, sagt auch der frühere Feuerwehrkommandant Karl Mühlbauer, dessen Nachfolger Thomas Fischl und Robert Wagner mit etlichen Mitgliedern, unterstützt von zahlreichen Wasserwachtlern, auf den Firmengelände in Deckung gingen. Kurz nach zwei Uhr regte sich was. Drei dunkle Gestalten inspizierten den Baum, zogen aber wieder ab. Die Neuhausener rührten sich nicht. Kurz darauf rückte Leikermoser mit seinen zehn Helfern an. „Wir haben sie noch aufladen lassen“, berichtet schmunzelnd Mühlbauer. Dann fielen plötzlich rund 30 Neuhausener mit Gebrüll über die Maibaum Klauer her. Blaulicht und Flutlicht gingen an, die Wasserwacht-Kameraden waren mit Paddel bewaffnet. „Das glaub’ ich jetzt nicht“, entfuhr es dem entsetzten Leikermoser. Doch die Wasserwacht schnallte dem Moderator kurzerhand auf ein Rettungsbrett und transportierte ihm im Auto zum Wasserwachtshäuschen an die Donau, der Rest vom Antenne-Team durfte gehen – ohne Maibaum versteht sich. Im Wasserwacht-Hauptquartier musste der Moderator schmoren – und seine Kollegen in München auch, Leikermoser hätte um fünf Uhr wieder senden sollen. In einem ersten Telefonat warfen die Wasserwachtler dem Sender nur ein paar Brocken hin und legten sofort wieder auf. Eine Dreiviertelstunde später das gleiche Spiel. Erst beim dritten Mal kam es zu den Auslöseverhandlungen: Leikermoser musste Buße tun und für die Vereine wird auch noch eine Brotzeit fällig. Am Morgen zog Leikermoser dann samt Kuhglocke um den Hals durch ganz Neuhausen. Der Pfarrer gab ihm den Tipp mit, sich künftig ans elfte Gebot zu halten: „Du sollst dich nicht erwischen lassen.“ Im Rathaus trug sich der Moderator ins Goldene Buch ein. Auch den Geschäften musste er einen Besuch abstatten, ehe in der Grundschule die Kinder ihren Spaß mit dem büßenden Moderator hatten. „Ihr schon wieder“, hatte Leikermoser gerufen, als er in der Nacht die Wasserwacht-Freunde unter den Maibaum-Bewachern erkannte. Die hatten den Antenne-Bayern-Star schon letztes Jahr im August auf seiner Tretboot-Tour auf der Donau heimgesucht und als Piraten verkleidet dessen Boot geentert. Niederbayern ist eben kein gutes Pflaster für den Radio-Gaudi-Macher. -wet

28.05.2010: Wasserrettungsübung mit „Christoph 15“
Am Freitag, den 28. Mai 2010 übten die Besatzungen des ADAC Hubschrauber „Christoph 15“ das Retten eines Ertrinkenden mittels einer am Hubschrauber befestigten Bergeschlinge. An der Übung am Wolf - Weiher in der Nähe von Parkstetten beteiligten sich die Wasserwachten Straubing, Parkstetten und Metten. Insgesamt wurden 3 verschiedene Szenarien mehrmals nachgestellt. Im Fallbeispiel eins konnte sich das Opfer noch selbst die Schlinge überziehen. In einem anderen Fall erledigten dies bereits anwesende Wasserretter. Beim dritten Szenario wurde ein Wasserretter mit der Schlinge zum Verunfallten geflogen und abgesetzt. Dieser sicherte den Patienten und legte ihm anschließend die Bergeschlinge an und der Hubschrauber beförderte diesen ans rettende Ufer.

09.10.2010: Hochzeit auf der Donau - Wasserwacht setzt Standesbeamten über
Das Rettungsboot der Wasserwacht Metten war schon bei den verschiedensten Anlässen im Einsatz. Die Lebensrettung zweier Jugendlicher, Krankentransporte von Frachtschiffen und Kreuzfahrtschiffen, Hilfeleistungen bei gekenterten Kajakfahrern, oder manövrierunfähigen Sportbooten sowie Vermisstensuchen und Leichenbergungen gehörten zum bisherigen Leistungsspektrum. Am Samstag, den 09.10.2010 war der Anlass für die Einsatzkräfte jedoch ein ganz anderer: Ein Brautpaar aus Metten wollte auf der Donau den Bund für ihr gemeinsames Leben besiegeln. Zu diesem Zweck wurde Bürgermeister Radlmaier (selbst langjähriges Mitglied der Wasserwacht Metten) in der Funktion als Standesbeamter mit dem Boot der Wasserwacht zur Trauung auf das Schiff „MS Deggendorf“ übergesetzt. 140 Hochzeitsgäste klatschten Beifall, als die Wasserwacht mit dem Bürgermeister an Bord an das vor Anker liegende Schiff anlegte. Nach stattgefundener Trauung wurde Herr Radlmaier wieder sicher an Land gebracht - dem Hochzeitspaar wünscht die Wasserwacht alles Gute für den gemeinsamen Lebensweg. -Plötz

2011 29.10.2011 Neue Sanitäterin
Metten. Mit Lisa Schönberger reiht sich eine frische und junge neue Sanitäterin in die Riege der Wasserwacht ein. Lisa hat am 29. Oktober die Prüfung für die Sanitätsgrundausbildung erfolgreich abgelegt. Die Prüfung umfasst Theorie, Praxis Herz-Lungen-Wiederbelegung und Frühdefibrillation und ein Praxis Fallbeispiel. Gelehrt wird in 65 Unterrichtseinheiten zu je 45 min.

2012 30. Juni 2012 Donauschwimmen mit drei Busladungen an Schwimmern Rekordverdächtige 170 Teilnehmer im Alter von vier bis 76
Metten. So bombastisch wie am vergangenen Samstag war das Wetter beim Donauschwimmen mit Freibadfest zum letzten Mal vor rund zehn Jahren. Wenn die Wasserwacht Metten nicht ein so routiniertes und bestens eingespieltes Team wäre, bei dem Jung und Alt gut zusammenarbeiten, hätte die organisatorische Meisterleistung von zwei Parallelveranstaltungen bei 34,5 Grad im Schatten (die Leute am Grill waren nicht zu beneiden!) auf rein ehrenamtlicher Basis wohl kaum bewältigt werden können. Nach dem witterungsbedingt eher mageren Besuch der letzten Jahren waren die rund 40 Helfer der Ortsgruppe um Vorsitzenden Martin Plötz sehr froh und "mehr als zufrieden" über die rekordverdächtigen 170 Teilnehmer des Donauschwimmens und die unzähligen Festbesucher. Da das Startgeld einen Rollbraten für alle Donauschwimmer beinhaltete, war es kein Wunder, dass die leckeren Grillschmankerl schon abends ausverkauft waren. An der Freibadkasse wurden bereits um 19 Uhr 1880 Badegäste gezählt, da hatte die Band "Outsiders" gerade erst mit dem Soundcheck begonnen und die heiße Sommernacht mit "Rock im Bad" stand noch bevor. Drei Busladungen Schwimmer begleitete Martin Plötz zum Start an der Sommersdorfer Brücke. Erstmals mit von der Partie war en eine Mettener Jugendmannschaft und der Schwimmclub Aidenbach-Aldersbach: Die Maiers stiegen gleich mit der ganzen Familie in die Donau: Von der 75-jährigen Oma Josefine bis zu den Enkeln schwammen alle mit. Im Langstreckenschwimmpass gibt es vier Punkte für die 4,3 Flusskilometer bis zur Wachstation der Wasserwacht, wo auf die Donauschwimmer neben einer Felddusche und einem Becher Tee auch viele Schaulustige warteten. Tauchsport Egginger stellte zum dritten Mal in Folge die größte Gruppe und konnte deshalb den Wanderpokal endgültig mit nach Hause nehmen. Über den Pokal für die jüngste Teilnehmerin freute sich die erst vierjährige Marlene Ebner, Tochter des Vorsitzenden der benachbarten Wasserwacht Waltendorf. Der 76-jährigen Erika Rothmayer gratulierten Plötz und Wolfgang Paukner zum Pokal für die älteste Teilnehmerin. Wie alle Jahre hatte Mettens 2. Bürgermeister auch heuer wieder die Badehose dabei. Er genoss das Flussschwimmen bei angenehmen 23 Grad Wassertemperatur und wünschte den Festbesuchern bei der Siegerehrung vergnügte Stunden und eine schöne Sommernacht. Die zweitstärkste Gruppe stellte die Wasserwacht Waltendorf gefolgt vom Tauchsportclub Deggendorf. Um die Wette wird in der Donau zwar offiziell nicht geschwommen, trotzdem ist es immer wieder beeindruckend, wie schnell manche Teilnehmer am Ziel sind. Der 22-jährige Student Tobias Maier kraulte sogar am Ausstieg vorbei, denn er machte erstmals mit. "Mitten im Fluss zu schwimmen, das hat man nicht alle Tage", sagte der Hengersberger begeistert. Auch ohne Flossen alle Jahre ganz vorn mit dabei ist Dr. Fritz Schulz: "Man tut was man kann", erklärte der top-fitte Zahnart schmunzelnd. Kurz nach dem Neuhausener stiegen Astrid Dankesreiter und Sandra Drexler aus der Donau. Nicht zuletzt durch das attraktive Rahmenprogramm mit Armin Eggingers und Daniel Rankls mobiler Trainingsstation, dem allerneuesten Trend aus den USA, Hüpfburg und Spielen für die Kinder, wurde das Badfest in schöner Kulisse mit großem Biergarten und ins Gelände integrierter Strandbar zum Fest für die ganze Familie. Animiert vom Party-Rock der Outsiders mit zwei Sängerinnen wurde bis spät nachts ausgelassen gefeiert. Rudi Ertl lobte besonders den Einsatz der Wasserwachtjugend: "Es ist großartig, was die jungen Leute leisten." Herzlich dankte auch Martin Plötz allen Helfern, die heuer wahrhaftig ins Schwitzen gekommen waren.

06.Oktober 2012: Aus Spaß am Sport und aus Freude am Helfen: 50 Jahre Wasserwacht Metten Ortsgruppe wurde 1962 gegründet – Jubiläumsfeier mit Gedenkgottesdienst und Festakt
Metten. Der Festakt zum 50. Jubiläum der Mettener Wasserwacht im Gasthof "Zum Kloster" mit Grußworten namhafter Gratulanten, Mitgliederehrung und gemeinsamem Abendessen war eingebettet in eine multimediale Präsentation des breiten Aufgabenspektrums der 1962 gegründeten Ortsgruppe des BRK, die sich in fünf Jahrzehnten von einer einfach ausgestatteten Rettungsorganisation zu einer professionellen Einsatzgruppe entwickelt hat, die für Vermisstensuche, Lebensrettung und Krankentransporte zuständig ist, Schwimmkurse anbietet, Rettungsschwimmer und Taucher ausbildet, Wachdienste an der Donau und im Freibad leistet, als "Helfer vor Ort" fungiert, Blutspendeaktionen betreut etc. und zudem eine funktionierende Jugendarbeit vorweisen kann. Das erste Boot war ein Holzkahn "Ich bin stolz, insgesamt 16 Jahre Vorsitzender dieser Ortsgruppe zu sein, die von engagierten Vorreitern aufgebaut wurde und von motivierten, aktiven Mitgliedern am Leben erhalten werden konnte", betonte Martin Plötz, der zum goldenen Jubiläum eine reich bebilderte Festschrift zusammengestellt hatte und die versammelte Festgesellschaft mitnahm auf einen launigen Ausflug durch die Geschichte der Ortsgruppe. Der Jubelfeier vorausgegangen war ein Wortgottesdienst mit den "Kohlhofmusikanten", bei dem Pater Norbert Pfeiffer die verstorbenen Mitglieder der Ortsgruppe in Erinnerung rief und in der Stiftskirche die Christophorus-Legende und das Gleichnis vom barmherzigen Samariter vortrug. Elf Kameraden gründeten in Metten am 3. Oktober 1962 eine Wasserwacht-Ortsgruppe. Treibende Kraft für die Vereinsgründung war damals der Sportlehrer des Gymnasiums, Karl Gaminek. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Alfons Aichinger, der unter den Festgästen der Jubiläumsfeier weilte. Das erste Boot, ein 1963 angeschaffter Holzkahn, befindet sich noch heute im Besitz der Wasserwachtler, die seinerzeit an drei Gewässern Wachdienst leisteten: an der Donau, am Stauweiher, und an der so genannten "Schwimmschule" am Berger Weg. Unter der Leitung von Gabriel Leitl begann 1973 ein neuer Abschnitt, da das Mettener Freibad seine Pforten öffnete, wodurch die Abnahme von Schwimmabzeichen und das Abhalten von Schwimmkursen möglich wurden. 1978 erhielt die Ortsgruppe ihr erstes Motorboot, das im Freibadgebäude untergebracht wurde. Als 1982 unter der Leitung von Kurt Bex das erste Kajüt-Boot nach Metten kam, wurde auch eine Vergrößerung der Bootsgarage notwendig, zudem genehmigte das Schifffahrtsamt die Nutzung des Geräteschuppens an der Donau als Wachhäuschen. Eine eigene Jugendgruppe, betreut von Johann Staudinger und Rudi Ertl, wurde 1984 gegründet. Ein Jahr darauf, 1985, pilgerten ganze Menschenmassen zur Wachstation an die Donau, die bei minus 27 Grad Celsius komplett zugefroren war. Unter Johann Staudinger wurde 1989 damit begonnen, eine Einsatzgruppe aufzustellen. Die ersten Rettungstaucher wurden ausgebildet und mit Meldeempfängern ausgerüstet und im gesamten Landkreis eingesetzt. Eine umgebauter russischer Geländewagen war das erste Einsatzfahrzeug. Im Jahr 2000 Neubau an der Donau 1993 übernahm Martin Plötz erstmalig das Ruder der Ortsgruppe. Nach aufwendigem Genehmigungsverfahren konnten ein massiver Bootsanlegesteg gebaut, die bestehende Fahrzeughalle ausgebaut, und ein neuer Geräteanhänger angeschafft werden. Ein Förderverein zur Unterstützung der Ortsgruppe wurde 1994 gegründet. 1995 erwarben die Wasserwachtler einen ausgesonderten VW-Transporter, der in Eigenregie zweckgemäß umgebaut wurde. Im Jahr 2000 wurden die alte Wachhütte an der Donau abgerissen und tausend Arbeitsstunden in einen Neubau investiert. 230 Schwimmer, der bisherige Rekord, beteiligten sich anlässlich des 30. Freibadjubiläums 2003 am Donauschwimmen im Rahmen des traditionellen Badfestes mit großartigem Rahmenprogramm. Rainer Würzinger war seinerzeit Ortsgruppenleiter. Das Jahr 2006 begann mit der Schneekatastrophe, wobei das Dach des Freibadgebäudes stark beschädigt und der Bootssteg weg gerissen wurde. Im selben Jahr verstarb das Gründungs- und Ehrenmitglied Franz Kufner. Ein großer Kraftakt war die Finanzierung des neuen Rettungsbootes mit Radar und Schiffsfunk, das 2006 eingeweiht wurde. Im Namen all derer, denen während der vergangenen 50 Jahre geholfen wurde, dankte stellvertretender Landrat Josef Färber der Ortsgruppe und gratulierte zum Jubiläum. Schon der "unendlich wichtige" Schwimmunterricht sei ein erster Schritt zur Rettung von Menschen, die in Not kämen: "Eine Leistung, die nicht hoch genug einzuschätzen ist." Rund 1600 Kinder besuchten laut Plötz bis dato den Schwimmunterricht der Wasserwacht. "Ihr habt eure Gründungsväter nicht enttäuscht und über fast 40 Jahre hinweg stets zuverlässig den Wachdienst im Freibad erfüllt", lobte Bürgermeister Erhard Radlmaier, der auch für die Jugendarbeit herzlich dankte: "Man kann nicht früh genug anfangen, Sozialkompetenz zu vermitteln." Ganz besonders freue es ihn, betonte Siegfried Böhringer, Vorsitzender des Bezirksverbands Niederbayern-Oberpfalz, dass Metten noch ein Freibad habe, das hoffentlich noch viele Jubiläen feiern werde. Volle Anerkennung und höchstes Lob zollte der Bezirksvorsitzende der Mettener Wasserwacht dafür, dass aus einer kleinen Zahl zielbewusster Menschen mit Pioniergeist eine derart stattliche Organisation mit fast 300 Mitgliedern entstanden sei, die auf 50 Jahre "Dienst am Nächsten" zurückblicken könne. Zwischenapplaus gab es für die Familien, die aufgrund der vielen Stunden, die in Aus- und Fortbildung investiert werden müssen, häufig hinten an stünden. Medaillen fürdie Mitglieder "Innerhalb der Kreiswasserwacht ist Mettens Rettungsorganisation eine unverzichtbare Stütze, die bei Tag und bei Nacht uneigennützig Hilfe leistet, sich aber auch darüber hinaus vielseitig betätigt, etwa beim Donauschwimmen und Badfest", unterstrich der Leiter der Kreiswasserwacht, Ludwig Helfrich. Sein besonderer Dank galt Martin Plötz, den er als engagierten, kompetenten und sehr guten Kameraden auch auf Kreisebene ausgesprochen schätze. Mit einem Geschenkkorb dankte Johann Staudinger dem Vorsitzenden im Namen der Ortsgruppe für die Organisation der Jubiläumsfeierlichkeiten. Wasserwacht-Medaillen in Bronze gingen an: Helmut Pongratz, Roland und Gabriele Schönberger, Christopher Helmbrecht, Margit Hohenadl, Rosemarie Hartl, Ramona Würzinger, Korbinian Hartl, Tobias Vogl, Karl Plötz, Werner Paukner und Dr. Katharina Plötz. Mit Silbermedaillen geehrt wurden: Josef Hartl, Josef Mader, Liesa Hartl, Katrin Staudinger, Heinz Berchthold, Stefan Staudinger, Maria Mühlbauer und Petra Ertl. Über Goldmedaillen freuten sich Rainer Würzinger, Michael Schwarzmüller und Evelyn Staudinger.


2013 23.02.2013 Seit 32 Jahren bei der Wasserwacht
Im letzten Jahr feierte die Wasserwacht Metten 50-jähriges Bestehen. Fast die Hälfte dieser Zeit, ganze 24 Jahre, gehörte Rudi Ertl als technischer Leiter, Jugendleiter und Beisitzer zur Vorstandschaft der Ortsgruppe. "Wir haben viel zerrissen, es war eine schöne Zeit", bilanzierte der immer gut aufgelegte Wolfsteiner rückblickend bei der Jahreshauptversammlung, als Vorsitzender Martin Plötz ihm zum Dank einen reich gefüllten Präsentkorb überreichte. Bereits als 14-jähriger Bub trat Rudi Ertl der Ortsgruppe bei, weil er schon immer gern geschwommen ist. Es gibt kaum einen Schein, den der Bootsführer, Rettungstaucher, Wasserretter und Hochwasserschutzbeauftragte nicht gemacht hat: Ertl war Einsatzleiter im Wasserrettungsdienst, er ist Rettungsschwimmer und Erste-Hilfe-Ausbilder, hat sämtliche Lehrgänge in realistischer Unfalldarstellung absolviert und kennt sich bestens im Naturschutz aus. Sobald es etwas Neues zu erlernen gab, war Rudi sofort dabei: "Du stehst mit einem breiten Ausbildungsspektrum ganz anders im Leben", weiß er heute. Auch deshalb waren die Mettener die erste Ortsgruppe im Landkreis, die Junior-Wasserretter ausgebildet hat. Die Jugendabteilung will der 46-Jährige auch weiterhin unterstützen, aber im Wasserrettungsdienst hat er nach seiner Ansicht mittlerweile genug Verantwortung übernommen. Als Rettungstaucher zog Ertl schon vor Jahren einmal einen Niederaltaicher Fischer leblos aus dem Wasser: "Das vergisst du nie, eine Leichenbergung begleitet dich das ganze Leben."

23. Februar: Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen in der Almhütte im Gasthof »Zum Kloster«.
Vorsitzender: Martin Plötz
stellv. Vorsitzender: Christopher Helmbrecht
Technischer Leiter: Stefan Staudinger
Kassenwart: Andreas Müller
Jugendwart: Liesa Hartl
stellv. Jugendwart: Kathrin Staudinger
Schriftführer: Josef Hartl
Beisitzer: Michael Schwarzmüller
Beisitzer: Johann Staudinger
Beisitzer: Rainer Würzinger

2014 10.09.2014 - Todestag von unserem Ehrenmitglied Kurt Bex

Kurt Bex ist 1972 der Wasserwacht Ortsgruppe Metten beigetreten. Über viele Jahre hindurch leistete er der Wasserwacht treue Dienste und wurde mit dem Ehrenzeichen der WW in Silber und dem staatlichen Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Er war langjähriger Leiter der Ortsgruppe Metten, sowie Technischer Leiter der Kreiswasserwacht. Im Jahre 2000 wurde Kurt zum Ehrenmitglied unserer Ortsgruppe ernannt. Wir verlieren in ihm einen geschätzten Kameraden und werden ihn stets in guter Erinnerung behalten.

Ruhe in Frieden.